Opstapje trommelt zum Abschied

Kinder, Eltern und Betreuerinnen kamen zum Trommel-Workshop mit Gero Schlender zusammen. Foto: G. Gosewisch

Unterstützung für Familien in schwierigen Situationen

Langenhagen (gg). Mit dem niederländischen Begriff „Opstapje“ wird ein Förderprogramm beschrieben, das für Familien mit Kindern von eineinhalb bis drei Jahren entwickelt wurde, die sich in schwierigen oder belastenden Situationen befinden. Übersetzt heißt Opstapje „Schritt für Schritt“ und kennzeichnet das Programm als Wegbegleiter der kindlichen Entwicklung. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) mit Sitz in München hat in Deutschland die Verbreitung von Opstapje unterstützt und gefördert.
Opstapje Langenhagen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA) und des Mehr-Generationen-Hauses Mütterzentrum Langenhagen und wird durch die Stadt Langenhagen und das Land Niedersachsen gefördert. Ziel des Programms ist die Förderung der Kinder innerhalb der Familie schon vor dem möglichen Besuch der Kindertagesstätte, dafür betreuen Hausbesucherinnen die Familien. Einmal in der Woche liefern sie Anregungen für das Spielen zu Hause und bringen einfache Materialien wie Bilderbücher, Puzzles oder Stifte mit. Sie geben Rat auch bei Erziehungsfragen; die Beziehung zwischen Eltern und Kindern soll so gestärkt werden. Die Kinder sollen ihren Wortschatz erweitern und Übungen zur Koordination oder zum logischen Denken spielerisch in den Alltag übernehmen. Begleitend nehmen die Familien regelmäßig an Gruppentreffen teil, diese Treffen ermöglichen Kontakte und regen den Erfahrungsaustausch an. Zudem wird bei den Gruppentreffen ein besonders Programm geboten - ein Trommelworkshop mit Percussion-Weltmeister Gero Schlender aus Hannover war jetzt ein Beispiel dafür. Mit dem Workshop wurden auch die Familien im jetzt abgeschlossenen Opstapje-Durchlauf verabschiedet.
„Wir schätzen am Mehr-Generationen-Haus das Netzwerk mit dem engen Kontakt zum Jugendamt oder auch der Volkshochschule, wo viele Eltern mit Migrationshintergrund die Deutschkurse besuchen“, erklärt Koordinatorin Christine Paetzke-Bartel. „Hier können wir vielfältige Hilfestellung im Alltag anbieten. Wir merken, dass vielen Eltern hier ein Anstoß gegeben wird, mehr für sich und ihre Kinder zu tun.“
21 Familien waren im jetzt zu Ende gehenden Opstapje-Programm dabei; für den nächsten Durchlauf gibt es noch freie Plätze. Das Programm läuft über 18 Monate, aufgeteilt in zwei Staffeln zu je 30 Wochen. Interessierte können sich an Christine Paetzke-Bartel unter Telefon (05 11) 96 69 99-0 oder info@opstapje-langenhagen.de wenden.