Oratorium feiert die Schöpfung

Die Kanorei der Elisabethkirche bei den Proben.

Joseph Haydns Werk nach 40 Jahren wieder in Langenhagen

Langenhagen. Vor genau 40 Jahren wurde es vom damaligen Kantor Horst Thiele zum letzten Mal in der Elisabethkirche aufgeführt, jetzt endlich ist Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ wieder in Langenhagen zu hören. Unter der Leitung von Kantor Arne Hallmann wird das Werk am Sonntag, 20. November, um 17 Uhr in der Elisabethkirche aufgeführt. Die Besetzung lässt einen ganz besonderen Abend erwarten: Ausführende sind die Kantorei der Elisabethkirche, ein Projektchor aus dem Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, die Kammersymphonie Hannover und die Solisten Natascha Dwulecki (Sopran), Sung-Keun Park (Tenor) und Frank Schneider (Bass).
Der österreichische Komponist Joseph Haydn schrieb „Die Schöpfung“ in den Jahren von 1796 bis 1798. Das Oratorium thematisiert die Erschaffung der Welt, wie sie im ersten Buch Mose erzählt wird. Haydn fühlte sich durch das Thema stark inspiriert: Seiner eigenen Aussage nach bedeutete die Komposition für ihn eine grundlegende religiöse Erfahrung. Er arbeitete oft bis zur Erschöpfung an dem Projekt und erkrankte nach der Uraufführung für längere Zeit.
„Die Schöpfung“ wurde erstmals am 29. und 30. April 1798 unter der Leitung des damals 66-jährigen Komponisten im Stadtpalais Schwarzenberg am Neuen Markt in Wien vor geladenen Gästen aufgeführt. Die öffentliche Uraufführung fand knapp ein Jahr später im alten Burgtheater statt und wurde zu einem grandiosen Erfolg. In der Zwischenzeit arbeitete Joseph Haydn weiter an seinem Werk, verbesserte und fügte Ergänzungen ein. Der Chor interpretiert eine Serie monumentaler Chorpassagen, von denen einige das Ende eines Schöpfungstages feiern; die drei Solisten repräsentieren Erzengel, die die sechs Tage der Schöpfung erzählen und kommentieren: Gabriel (Sopran), Uriel (Tenor) und Raphael (Bass). Das Orchester beschreibt in der Ouvertüre das Chaos, das vor der Schöpfung herrschte und feiert den Aufgang der Sonne und die Erschaffung der Tiere.
Eintrittskarten gibt es in zwei Platzkategorien (19 und 16 Euro zuzüglich einem Euro Vorverkaufsgebühr) bei Papierwaren Klawuhn an der Walsroder Straße 136.