Orientierung im Parcours geübt

Übung unter sogenannter Nullsicht: Der Rettungstrupp tastete sich mit Atemschutz zum Verunglückten vor. (Foto: S. Bommert)

Rettungstrupp-Seminar in der Ortsfeuerwehr Godshorn

Godshorn. 16 Aktive des Rettungstrupp-Teams haben nun an einem zweitägigen Seminar teilgenommen. Unter der Leitung von Ausbilder Uwe Glaser wurden dabei theoretische wie auch praktische Inhalte vermittelt.
Zunächst wurden die theoretischen Grundlagen des Vorgehens in einem Rettungseinsatz gefestigt. Dabei wurde auch auf die Gliederung des Rettungstrupps und das mitzuführende Equipment eingegangen. In einer Übungseinheit musste ein Teil des Teams nur Anhand von Ortsangaben, die ein Trupp über Funk durchgab, die örtlichen Gegebenheiten einer Wohnung mit Legosteinen nachbauen und so den Standort des Trupps nachverfolgen. Diese Übung findet ihren Sinn darin, dass auch in einem Realeinsatz die Einsatzstellen (Wohnungen, Gewerbefirmen) den vorgehenden Einsatzkräften oftmals unbekannt sind. Um einen verunglückten Trupp zu finden, stehen im ersten Schritt nur die im Vorfeld übermittelten Angaben (Vorgehen, örtliche Gegebenheiten, Aufbau von Räumen) des Trupps zur Verfügung.
In einer praktischen Übung mussten die Teilnehmer das Wissen umsetzen und einen verunglückten Trupp in der Fahrzeughalle, die zu diesem Zwecke durch Glaser in einem Parcours verwandelt wurde, auffinden. Der Dreier-Trupp hatte dabei Plastikfolien über dem Sichtfeld der Atemschutzmaske, sodass die Übung unter Nullsicht stattfand. Der Trupp hatte sich dabei an einem Schlauch entlang zu tasten, bis der Verunglückte aufgefunden werden konnte. Auf dem Weg zum Verunglückten musste der Trupp das Atemschutzgerät ablegen und ein weiteres wieder aufsetzen. Dabei mussten dann auch die Druckleitungen der Lungenautomaten ab- wie auch wieder angekuppelt werden. Durch Tasten galt es, das Atemschutzgerät des Verunglückten abzunehmen und den Lungenautomaten über ein Y-Stück an dem Atemschutzgerät eines Mitgliedes des Rettungstrupps anzuschließen. In einer Erweiterung der Übung musste zusätzlich die Atemschutzmaske des Verunglückten abgenommen und durch eine Rettungshaube ersetzt werden.
Insgesamt hatte das Seminar einen Umfang von acht Stunden. Weitere Übungseinheiten werden in diesem Jahr folgen, um den Ausbildungsstand des Rettungstrupp-Teams weiter auszubauen.