Ort der Trauer und Begegnung

Die Gestaltung des Grabfeldes „Pusteblume“ auf dem Friedhof an der Imhoffstraße ist fast abgeschlossen. Foto: B. Karrasch

Beisetzungen im Grabfeld „Pusteblume“ sind jetzt möglich

Langenhagen. Auf dem städtischen Friedhof an der Imhoffstraße wurden kürzlich die Bauarbeiten für das Tot- und Fehlgeburtengrabfeld „Pusteblume“ beendet. Lediglich weitere Gestaltungsakzente, blaue Stoffbahnen in den Bäumen, sollen sobald das Wetter dies zulässt, ergänzt werden.
Auch die rechtliche Grundlage für Bestattungen an dieser Stelle wurde von der Politik im Herbst verabschiedet, so dass die entsprechende Friedhofssatzung im November veröffentlicht werden konnte. In dem ehemaligen Kinderreihengrabfeld können somit nun Beisetzungen von Totgeburten, aber auch von Fehlgeburten unter 500 Gramm Körpergewicht, erfolgen. In dem Grabfeld besteht die Möglichkeit, Einzel- und Sammelbeisetzungen durchzuführen. Jeder Grabstätte ist eine der vorhandenen runden Natursteinplatten zugeordnet. Entgegen der Regelung für Rasenreihengrabstätten können in diesem Grabfeld Blumen, Kerzen oder Kuscheltiere auf der jeweiligen Steinplatte abgelegt werden.
Weiterhin wird es auch die Möglichkeit für Eltern geben, den Namen ihres Kindes auf der Steinplatte eingravieren zu lassen. Die Beisetzung soll den Familien zeitnah ermöglicht werden, ebenso eine Sammelbeisetzung für Familien mit gleichem Schicksal, die dies wünschen. Das Grabfeld Pusteblume soll den Betroffenen ein Ort der Trauer und gleichzeitig ein Begegnungsort für Eltern und Angehörige sein, um einen Teil dazu beizutragen, das schicksalhafte Ereignis besser verarbeiten zu können.
Die Gebühr für das Nutzungsrecht auf 15 Jahre beträgt nach Auskunft der Stadtverwaltung 140 Euro, für die Beisetzung in einer Sargschachtel oder Urne fallen weitere 74 Euro an.