Pakete blieben liegen

Langenhagen (gg). Verdi rief für Donnerstag die Beschäftigten in der Post- und Logistikbranche im Raum Hannover zum Streik auf. Betroffen war auch ein Standort in Langenhagen am Rehkamp. „Nach der vierten Tarif-Verhandlungsrunde wurde seitens des Arbeitgeberverbandes (GVN) ein Angebot von 4,5 Prozent in zwei Schritten mit einer Laufzeit von 26 Monaten vorgelegt“, meldet Dietmar Görsdorf vom Verdi-Fachbereich. Die begründeten ver.di-Forderungen von 6,5 Prozent, Laufzeit zwölf Monate und einer eigenen Entgeltgruppe für Paketzusteller um die tariflichen Arbeits-und Bezahlungsbedingungen zu verbessern, müssten sich die Beschäftigten hart erkämpfen. Der fünfte Verhandlungstermin wird am 12. Dezember in Hannover stattfinden. „Schauen wir auf die bundesweiten Arbeits-und Bezahlungsbedingungen in der Branche, ist Niedersachsen das Schlusslicht. Wir hoffen, dass der Arbeitgeberverband GVN auf die ver.di Forderungen eingeht und ein Umdenken erfolgt“ sagt Thomas Warner, Verdi-Verhandlungsführer.
Nach dem Streiktag sagt Dietmar Görsdorf dem ECHO: „Mein Fazit zum Streikverlauf fällt sehr positiv aus. Wir hatten eine sehr hohe Streikbereitschaft bei den Festangestellten, die Leiharbeiter sind nicht eingesetzt worden. Befristete Kräfte, haben sich aus Angst um eine Nicht-Verlängerung ihres Arbeitsvertrages, kaum an den Streikmaßnahmen beteiligen können. Es konnten seitens DHL circa 50 Bezirke nicht besetzt werden. Die Beschäftigten bestätigen, dass etwa 8.000 bis 10.000 Sendungen nicht zugestellt worden sind.“