Parallel zum Großbrand in Langenhagen

Die THW-Ortsverbände demonstrieren Geschlossenheit. (Foto: P. Graser)

Landesweite THW-Übung „Führen von Verbänden“

Langenhagen. 762 THW-Einsatzkräfte trainierten nun mit 190 Großfahrzeugen das „Führen von Verbänden“. Parallel dazu wurde eine Digitalfunk-Übung durchgeführt, um das Funken in großen Schadenlagen zu proben. Ziel der Verbände aus ganz Niedersachsen und Bremen war der Wasserübungsplatz des THW in Barme, wo die Fahrzeuge gegen Mittag eintrafen. Ausgearbeitet wurde diese Großübung von den Ortsverbänden Achim, Hoya und Verden, die dazu alle 79 Ortsverbände des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen einluden.
Für die Region Hannover, den Landkreis Hameln-Pyrmont und den Landkreis Schaumburg übten die Ortsverbände Bückeburg, Hameln, Hannover/Langenhagen, Lehrte, Rinteln, Stadthagen und Wunstorf, die in zwei Marschverbänden die Fahrt nach Barme antraten. Insgesamt waren 124 Helfer mit 34 Fahrzeugen im Einsatz.
Der Ortsverband Hannover/Langenhagen war mit sieben Fahrzeugen und 28 Helfern sowie einem Begleitfahrtzeug mit vier aktiven THWlern an der Übung beteiligt und unterstützte Zeitgleich noch die Feuerwehr Langenhagen bei einem Großbrand in der Industriehalle an der Walsroder Straße, das ECHO berichtete.
Gerade in größeren Schadenlagen wie beispielsweise beim Hochwasser müssen immer wieder größere Verbände in die betroffene Region gebracht werden. Dabei kommt dem Fahren im Verband im Hinblick auf Führung und Logistik eine besondere Bedeutung zu. In diesem Jahr nutzten die Ortsverbände aus Bremen und Niedersachsen die Einladung der Ortsverbände Achim, Hoya und Verden und trainierten alle gemeinsam ihre Fähigkeiten in diesem Bereich. Alle Fahrzeuge hintereinander aufgestellt, erreichen eine Länge von circa 1,9 Kilometern. Die Verpflegung der rund 800 beteiligten Helfer übernahm der Verpflegungstrupp des Ortsverbandes Bremen-Süd, der für solche Fälle bestens gerüstet ist.
Zweiter Aspekt der Übung beinhaltete als praktischen Teil den Umgang mit Digitalfunk in großen Schadenlagen. Gleichzeitig wurde das Digitalfunknetz auf die Probe gestellt, als sich alle eintreffenden Fahrzeuge anmeldeten und per Funk eingewiesen wurden.
In Barme selbst erwartete der Landesbeauftragte für Bremen und Niedersachsen, Ralph Dunger, seine Einheiten. Es war die letzte Großübung in seiner Amtszeit, die nun endet. Gleichzeitig konnten sich die beteiligten Helfer von Ralph Dunger verabschieden, der in den vergangenen zehn Jahren als Landesbeauftragter in beiden Bundesländern an der Spitze stand und das THW maßgeblich prägte und gestaltete.