Parkplätze am Bahnhof Pferdemarkt

Hans-Jürgen Jagau empfiehlt Augenmaß

Langenhagen (gg). „Mit dem jetzigen Bahnhofsvorplatz ist kein Staat zu machen“, so der Kommentar von Hans-Jürgen Jagau, Experte für Heimatkunde, zur Situation an der Karl-Kellner-Straße (beschrieben in der ECHO-Ausgabe vom 23. Juli, Seite 1). Er sieht einen Handlungsbedarf an der S-Bahn-Station Am Pferdemarkt, empfiehlt aber Augenmaß. Seiner Meinung nach soll aus der Freifläche vor dem Bahnhofsgebäude (Denkmalschutz) kein Parkplatz gemacht werden. Er sagt: „Es darf ruhig eine intelligentere Lösung sein. Dabei will ich nicht verkennen, dass diese nicht billig zu haben ist. Der gesamte Platz einschließlich der Verkehrswege müsste neu gestaltet werden. Da die Karl-Kellner Straße den Platz von der Bahnhofstraße abschneidet und zudem die Sichtachse des Gebäudes auf den dortigen Kindergarten weist, ist die Stadtplanung hier schon ziemlich gefordert. Wie weit die jetzige Fahrradstraße noch für den Durchgangsverkehr offenbleiben muss oder ob eine Lösung, wie am Godshorner Le-Trait-Platz, gefunden werden kann, wäre zu überlegen.“
Zudem bestätigt er die ungenügende Parkplatzsituation entlang der Karl-Kellner-Straße für die dortigen Anwohner – ebenfalls ein Problem, das keinesfalls einfach zu lösen sei, denn Ausweichflächen seien rar in der Gegend. Zunächst müssten aus seiner Sicht die leidigen Dauerparker (Flughafen) ferngehalten werden. Parkscheiben, die einen für Pendler passenden Zeitraum ermöglichen, seien daher zurecht in der Diskussion. Auch das Parken von Fahrrädern müsse im Blick behalten werden. Hans-Jürgen Jagau sagt: „Am vergangenen Sonnabend konnte ich wieder beobachten, dass die dafür vorgesehene Fläche total überfüllt war.“