Party-Stimmung in der Reithalle

Eine tolle Resonanz fand auch in diesem Jahr das Serenadenkonzert in der Halle des Reiterhofs Mitschke. Foto: K. Raap

Blasorchester mit tollem Serenadenkonzert bei Mitschkes

Schulenburg (kr). Die Serenaden-Konzerte mit dem Blasorchester der Stadt Langenhagen sind aus dem kulturellen Geschehen der Ortschaft Schulenburg längst nicht mehr wegzudenken. „Schuld“ daran sind Georg Mitschke und Ehefrau Christa, die ihre Reithalle seit über zwei Jahrzehnten für dieses musikalische Ereignis zur Verfügung stellen. Und so war es für Ortsbürgermeister Dietmar Grundey auch in diesem Jahr ein Bedürfnis, sich bei dem Ehepaar mit einer launigen Rede und Blumen zu bedanken. Auch in diesem Jahr war der Andrang gewohnt riesig. Längst Tradition ist es, dass lukullische Angebote nicht fehlen dürfen. Die Auswahl von Gegrilltem und Fischbrötchen sowie Bier, Wein und Wasser fand reißenden Absatz. Auch wenn ganz normal das Gemurmel von Gesprächen unüberhörbar war, die Zuhörer verfolgten das Programm mit intensiver Aufmerksamkeit. Und sie kamen voll auf ihre Kosten, was nicht wörtlich zu nehmen war, denn der Eintritt war wie immer frei. Dass das Repertoire des Blasorchesters eine erstaunliche Bandbreite aufweist, ist längst bekannt. So reichte das musikalische Angebot vom Fliegermarsch bis zu Udo Jürgens „griechischem Wein“ und vom Florentiner Marsch bis zu den größten Hits von Abba. Im Programm natürlich auch Polka-Klänge aus Böhmen und beschwingt interpretierte Walzer. Den Dirigentenstab übernahm diesmal Michael Möller, da Kai Philipps wegen verschiedener Engagements verhindert war. Doch sein Vertreter meisterte diese Aufgabe leicht und locker. Saxophonist Möller gehört dem Blasorchester der Stadt Langenhagen seit Jahrzehnten an und kennt das Geschäft von der Pike auf.
Das Publikum sparte nicht mit Riesenapplaus und bewies darüber hinaus sein Gespür für besondere solistische Leistungen. So kannte die Begeisterung keine Grenzen, als „Der alte Dessauer erklang“, ein Bravourstück für Trompete und Blasorchester, das vor über 300 Jahren entstand. Den virtuosen solistischen Part meisterte Stefan Knaebel souverän und mit großem Ton. Riesenbeifall auch für Sängerin Corinna Fiedler, die den Helene-Fischer-Song „Atemlos“ hervorragend meisterte, ebenso wie ein Medley von Whitney Houston mit dem Superhit „One Moment in Time“. Durch das Programm führte mit vielen interessanten Informationen die junge Klarinettistin Melanie Vockeroth. Als Georg Mitschke ankündigte, die Konzerte, die durchaus Party-Charakter haben, auch künftig weiterzuführen, war das nicht sonderlich überraschend, aber die Aussage wurde natürlich sehr gerne gehört.