Pastell-Malerei als ernsthaftes Hobby

Einen Präsentkorb überreichte stellvertretender Bürgermeister Bernhard Döhner dem 95-Jährigen. An der Wand einige Kunstwerke des Geehrten. (Foto: K. Raap)

Langenhagener Nobert Schomaker feierte seinen 95. Geburtstag

Langenhagen (kr). Mit Verwandten, Freunden und Bekannten feierte Norbert Schomaker jetzt seinen 95. Geburtstag. Zu den ersten Gratulanten zählte Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Bernhard Döhner. Der überbrachte nicht nur die Grüße von Rat und Verwaltung, sondern auch einen stattlichen Präsentkorb. Döhner erging es dabei wie vielen anderen Bürgern: Er schätzte das „Geburtstagskind“ wesentlich jünger ein. Dass Norbert Schomaker so fit wirkt liegt daran, dass er sich tagtäglich mit unzähligen Menschen unterhält. Und wo könnte er das besser machen als in der Europa-Markthalle Langenhagen, wo er seine Gesprächspartner immer wieder durch seine Diskussionsbereitschaft und Schlagfertigkeit überrascht. Hier hat er seit Jahren auch seinen Stammtisch. Der Junggeselle schwört auf seinen täglichen Eintopf, meist aus griechischer Küche, dazu Salat und ein Gläschen Rotwein. Und er profitiert auch heute von seiner sportlichen Vergangenheit. Er absolvierte nach 1970 18-mal hintereinander jährlich das goldene Sportabzeichen und betrieb Leichtathletik und Turnen. Auch ehrenamtlich engagierte er sich. 1965 trat er in den Sport-Langenhagen ein, wo er sich noch im selben Jahr als 2. Schatzmeister in den Vorstand wählen ließ. Später arbeitete er auch im Turnkreis Hannover, der damals 153 Vereine vertrat, als versierter Kassenwart. Seine berufliche Laufbahn begann er in seiner Heimatstadt Wittenberge an der Elbe in der dort ansässigen weltberühmten Singer-Nähmaschinenfabrik. Als Gesenk- und Werkzeugmacher wechselte er später zum bekannten hannoverschen Unternehmen Hanomag. Anschließend arbeitete er als Stück-Kalkulator bei der Theysohn Kunstoff GmbH.
Norbert Schomaker hat in seinem Leben schwere Schicksalsschläge überstehen müssen. 1950 wurde er aus harter fünfjähriger russischer Gefangenschaft entlassen. Unter dem Titel „….und mit Glück zurück“ hielt er in einer zweibändigen Dokumentation seine Erlebnisse fest. Seine erste und auch seine zweite Ehefrau starben nach schweren Erkrankungen. Seit 33 Jahren ist er Rentner, kein Grund für ihn untätig zu Hause zu sitzen, und er sucht, wie schon beschrieben, das Gespräch mit seinen Mitmenschen. Als Hobby beschäftigte er sich unter anderem mit Briefmarken und Münzen. Doch besonders am Herzen liegt ihm die Pastell-Malerei. Mit seinen Bildern hat er auch von vielen Fachleuten schon etliches Lob bekommen.