Persönliche Einblicke vermittelt

Marco Rösler und Florian Windeck moderierten den Diskussionsabend des BfK. (Foto: G. Gosewisch)

BfK ließ Kandidaten vor der Wahl antreten

Kaltenweide (gg). Das große Wort Demokratie entfaltet seine Wirkung bekanntlich auch in den Ortsräten, die am 11. September nach der Kommunalwahl neu aufgestellt werden. Bürger bestimmen ihre Repräsentanten. Da ist es angebracht, die Kandidaten überhaupt erst einmal persönlich kennenzulernen – nicht nur die Gesichter auf den Wahlplakaten. Gelegenheit gab der Verein „Bürger für Kaltenweide (BfK)“ bei einem Diskussionsabend in der Grundschule, bei dem die Kandidaten, einer je Partei/Wählergemeinschaft, den interessierten Bürgern Rede und Antwort standen. Fern der Blendwirkung der Bundes- und Landespolitik gab es Auskunft zu den Themen, die in Kaltenweide in aller Munde sind, darunter die Überfüllung der Grundschule, die Konzepte für die Schülerbetreuung und die mögliche Weiherfeld-Erweiterung. Position bezogen Wolfgang Langrehr (SPD), Reinhard Grabowsky (CDU), Dirk Musfeldt (Bündnis 90/Die Grünen), Domenic Veltrup (BBL) und Andreas Eilers (WG-AfL). Bei klaren Zeitvorgaben seitens des BfK zur Redezeit und der Vorab-Ermahnung, persönliche Wahlkampf-Angriffe zu lassen, gelang ein Glanzstück in Sachen Bürgerrecht. Sachlich und fair wurde argumentiert, mit klarer Sprache benannte jeder Kandidat die Ziele seiner Partei/Wählergemeinschaft und gab Argumente und Auskunft, wofür er sich in Zukunft einsetzen und wie er gestalten will. Mehr noch, die Kandidaten vermittelten sich selbst, ließen persönliche Einblicke zu. Zusätzlich zu den Angaben zum Alter, zum Familienstand und zum Beruf erhielten die Zuschauer durch die Art der Rede, die Gestik und Mimik und der Art des Auftretens insgesamt die Chance, Sympathien zu entwickeln und Argumente abzuwägen.