Pfiffige Vogelhäuschen

Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe bastelten Futterhäuschen aus Milchkartons. (Foto: K. Woidtke)

Rudi-Rotbein-Gruppe bastelt mit Milchkartons

Langenhagen. Rund um die Wintervögel drehte sich das jüngste Treffen der Rudi-Rotbein-Gruppe in den Räumen des Quartierstreffs Wiesenau. 15 kleine Naturforscher waren zu diesem Termin erschienen und hörten Betreuerin Silke Brodersen interessiert zu, die die bekanntesten unserer heimischen Wintervögel vorstellte. Die Präparate hatte das Schulbiologiezentrum Hannover zur Verfügung gestellt und so konnten den Kindern anschaulich die verschiedenen Vogelarten von der Blaumeise bis zum Buntspecht gezeigt werden.
Amsel und Rotkehlchen wurden von den jungen Naturforschern sofort erkannt und auch den Eichelhäher mit seinen typischen blau gefärbten Federn an den Flügeln konnten sie bestimmen. „Jetzt wird es schon schwieriger. Kennt ihr den hier?“ fragte Silke Brodersen in die Runde, zeigte einen Spatz und erklärte, dass es neben dem Haussperling auch den Feldsperling gibt und dass die als Spatzen bekannten Sperlinge gerne mit mehreren Artgenossen gemeinsam unterwegs sind. „Woher sein Name kommt, könnt ihr an den grünen Federn sehen“, verriet Betreuerin Christine Pracht und zeigte den interessierten Kindern einen Grünfinken. Auffällig ist nicht nur sein grünes Gefieder, sondern auch sein kräftiger Schnabel. Wie der Kernbeißer und der Gimpel gehört der Grünfink zu den Körnerfressern. Vögel mit dünnen und spitzen Schnäbeln wie das Rotkehlchen sind dagegen Weichfutterfresser. Die Kinder kannten sich bereits gut aus und wussten, dass Vögel mit langen und spitzen Schnäbeln gerne Rosinen fressen und dass im Winter nur Vögel an den Futterstellen zu sehen sind, die nicht in den Süden ziehen.
Nach so viel spannenden Informationen ging es flugs an die Basteltische, um das Gelernte praktisch umzusetzen. Aus alten Milchkartons, buntem Papier und Farbstiften wurden mit Quartierstreff-Leiterin Claudia Koch und den NABU-Betreuerinnen pfiffige Futterhäuschen gebastelt, die anschließend an einem geschützten Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt werden konnten. Durch Klappen, Löcher und Fenster können sich nun die Wintervögel ihre Leckerbissen aus dem Häuschen holen und das Futter bleibt dabei trocken und sauber. Lustige Gesichter, hübsche Blaumeisen und andere drollige Vögel wurden auf die Milchtüten gebastelt und gemalt und laden die Wintervögel zu einer Stärkung an der Futterstation ein. Leif begrüßt seine gefiederten Gäste dabei besonders herzlich. „Willkommen in der Tierfutterstation Jüngling. Bitte bedient euch!“ steht auf seinem Futterhäuschen und Betreuerin Christine Pracht freute sich schmunzelnd über Leifs Kreativität mit: „Jetzt kann der Winter kommen!“