Pflegeeltern gesucht

25. September: Informationsabend des Pflegedienstes

Langenhagen (gg). Es sind zum Glück nur ganz wenige Fälle pro Jahr in denen das Kindeswohl in Langenhagen in Gefahr ist: pro Jahr werden etwa zwei Kinder in Dauerpflege vermittelt, die zuvor vom sozialen Dienst der Region und vom Pflegedienst des Fachbereichs Jugend nach Gerichtsbeschluss ihren leiblichen Eltern entzogen wurden, so die Auskunft von Annette Kastner-Bewersdorff vom Pflegedienst. Um insgesamt 30 Pflegekinder kümmert sich der Fachbereich, rund die Hälfte von ihnen ist bei Verwandten untergebracht. Dennoch möchte Kastner-Bewersdorff Eltern für die Pflegschaft gewinnen: „Wir brauchen weitere Familien. Für viele betroffene Kinder ist die Unterbringung in einer Pflegefamilie besser als in einer stationären Einrichtung. Das gilt besonders für Säuglinge und Kleinkinder.“ Dass der Alltag mit Pflegekindern nicht einfach ist, liegt auf der Hand, so ihr Hinweis: „Pflege ist nie sicher auf Dauer, wir erarbeiten aber Perspektiven.“ Auch beim Umgangsrecht der leiblichen Eltern mit den Pflegekindern hilft und moderiert der Fachdienst. „Wenn Eltern Spaß und große Freude im Umgang mit Kindern haben, bodenständig sind, wenn sie konflikt- und kooperationsfähig sind, bringen sie gute Voraussetzungen mit“, so Kastner-Bewersdorff. Selbstverständlich müssen Bewerber ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, ohne Erkrankungen oder Suchterkrankungen sein. Pflegeeltern können mit einer Vergütung im Rahmen des Aufwands rechnen.
Zum Thema „Leben mit Pflegekindern“ findet am Dienstag, 25. September, eine Informationsveranstaltung im VHS-Treffpunkt, Konrad-Adenauer-Straße, statt. Der gemeinsam von der VHS sowie den Pflegediensten der Region und der Stadtverwaltung organisierte Abend beginnt um 18.15 Uhr. Annette Kastner-Bewersdorff berichtet von Menschen, die sich für ein Zusammenleben mit Pflegekindern entschieden haben, zeigt Gründe auf und erklärt, wie die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeltern und dem Fachbereich funktioniert. Interessierte können sich informieren: Telefon (0511) 73 07 709 oder (0511) 73 07 98 75.