Pflegehelfer kümmern sich um Demente

Zur kleinen Zeremonie kamen die Pflegehelfer bei der Zertifikatsausgabe zusammen. Birkenhof-Geschäftsführerin Stefanie Schwinge-Fahlberg (rechts) grautlierte; Ausbilderin Silke Cassier (Zweite von links). Grußworte sprach Pastor (im Ruhestand) Werner Scholz, DiaDem-Initiator (ganz rechts). (Foto: G. Gosewisch)

DiaDem-Ausbildung hilft in schwierigen Situationen

Langenhagen (gg). Mit einem Zertifikat haben nun 13 ehrenamtliche Helfer ihre Ausbildung zum Pflegehelfer abgeschlossen. Sie arbeiten für DiaDem (Diakonische Hilfe für Demenz-Kranke); Träger sind die gGmbH „Birkenhof Ambulante Pflegedienste“ und der Verein "Gemeinsam leben in Langenhagen", in dem sich Kirchengemeinden engagieren. Mit dem Verbund ist das Ehrenamt in das Unternehmen verwoben, was für die Abrechnung wichtig ist. Die Pflegehelfer erbringen unentgeltlich Leistungen im häuslichen Bereich, wo Demenz-Kranke von Angehörigen versorgt werden. Angehörige sind großen Belastungen ausgesetzt, weil sie rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche, für die Kranken da sind. Die Pflegekasse zahlt an die gGmbH für den Dienst der Pflegehelfer, die stundenweise in den Haushalten Entlastung schaffen. „Demenz-Kranke leben häufig in einer Isolation. Soziale Kontakte brechen ab. Die Pflegehelfer können da sehr positiv wirken“, erklärt Silke Cassier. Die gelernte Altenpflegerin mit Befähigung zur Pflegedienstleitung leitet den Bereich DiaDem. Den Umgang mit Demenz-Kranken beschreibt sie als anspruchsvolle Tätigkeit. „Es geht darum die Stimmungen nachzuempfinden, in denen die Kranken gerade verweilen. Nur so kann ein Gespräch noch gelingen“, erklärt sie. Das Wissen, was Demenz bedeutet, sei eine wichtige Voraussetzung für den richtigen Umgang mit den betroffenen Menschen. Silke Cassier sagt: „Es gibt in den Familien viel Streit. Mit der Demenz geht die Persönlichkeit immer weiter verloren. Das ist für Betroffene und Angehörige schwer zu ertragen.“ Mit den möglichen Konflikten seien die Pflegehelfer nun nach ihrer Ausbildung, ein 25-stündiger Kursus, gut vertraut. Vor Ort leisten sie Betreuung abseits der Konflikte. Spielen, spazieren gehen oder einfach nur da sein – die Kranken zeigen den Pflegehelfern, wonach ihnen gerade der Sinn steht. Silke Cassier ergänzt: „Es geht nur im Miteinander.“
Weitere Informationen zur ehrenamtlichen Tätigkeit für Demenz-Kranke: Telefon (0511) 590 42 52.