Pläne für Kooperation in der Wedemark

Seit achteinhalb Jahren leitet Fachbereichsleiterin Annette von Stieglitz die VHS in Doppelfunktion, die Teilnehmerzahlen entwickeln sich weiterhin positiv. (Foto: G. Gosewisch)

VHS-Zweckvereinbarung soll Bestätigung bekommen

Langenhagen (gg). „Die VHS Langenhagen genießt einen besonders guten Ruf“, das bestätigten alle Fraktionen ausdrücklich im Wortlaut in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses. Mit dieser Feststellung wurde gleichermaßen die Mahnung formuliert, dass sich daran in Zukunft nichts ändern solle. Hintergrund sind die laufenden Gespräche zur Erweiterung des Langenhagener VHS-Angebots: Geplant wird eine Zweigstelle für die Gemeinde Wedemark. Diese bietet ihre VHS-Kurse bisher unter dem Dach der VHS Hannover Land an, könnte das mit Frist bis August 2015 beenden. „Per Wedemärker Ratsbeschluss (Ende Juli 2014) könnte Bürgermeister Zychlinski ermächtigt werden, entsprechende Verhandlungen zu führen“, erklärte Annette von Stieglitz, Leiterin der VHS Langenhagen und warb für ein positives Langenhagener Votum für die zu beschließende Zweckvereinbarung. Aus Synergie-Effekten sollen Vorteile für beide Gemeinden entstehen: Es geht um eine bessere Auslastung der Kurse und ein breiteres Kurs-Angebot durch eine höhere Gesamtteilnehmerzahl. Eine personelle Änderung soll durch einen Wedemärker Kostenbeitrag an der Langenhagener VHS ermöglicht werden. Annette von Stieglitz wird ihre Doppelfunktion lösen. Sie ist und bleibt Fachbereichsleiterin Bildung und Kultur, eine zusätzliche Stelle mit 30 Stunden pro Woche soll für die neue VHS-Leitung, zuständig für Langenhagen und die Wedemark, geschaffen werden.
Grundsätzlich befürworten alle Fraktionen die mögliche Kooperation mit der Gemeinde Wedemark, die CDU-Fraktion bat sich noch Beratungszeit aus, wurde aber seitens der rot-grünen Mehrheit in Sachen Beschluss-Verschiebung überstimmt. Damit wird der Antrag in der nächsten nicht-öffentlichen Sitzung auf der Tagesordnung stehen. Zu prüfen sind für die Ratsmitglieder bis dahin die bereits vorverhandelten finanziellen Rahmenbedingungen für die neue VHS-Kooperation, die nach Aussage von Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch in großem Einvernehmen zwischen den Kommunen gelaufen seien. Nachfragen, auch seitens der Grünen mit Ulrike Jagau, zur Entwicklung von Deckungsbeiträgen wurden daher nicht mehr beantwortet.
Unabhängig von den Beratungen in Fachausschuss zog Annette von Stieglitz in diesen Tagen für die VHS, die es in Langenhagen seit 65 Jahren gibt, eine positive Bilanz. Mit rund 700 Veranstaltungen, 250 Dozenten und 7.000 Kursteilnehmern pro Jahr beträgt der Umsatz 1,3 Millionen Euro (Kostendeckungsgrad 46 Prozent). Die Teilnehmerentgelte bringen rund 350.000 Euro Einnahmen pro Jahr und Zuschüsse des Landes, des Bundes und der EU zusammen 315.000 Euro ein. Im Langenhagener Haushalt bildet die VHS eine Kostenposition in Höhe von rund 600.000 Euro.