Privatinitiative macht’s möglich

Offizielle Einweihung der Kinderkrippe Kastanienallee (von links): Bürgermeister Friedhelm Fischer, der Vorsitzende des Fördervereins, Thomas Glapa, und Architektin Antje Apel. Foto: G. Gosewisch

Neue Kinderkrippe in der Kastanienallee wurde offiziell eröffnet

Langenhagen (gg). Der Förderverein Spielkreis Kastanienalle hat im ehemaligen Schulgebäude an der Kastanienallee eine neue Krippeneinrichtung realisiert. Gewachsen aus dem DRK-„Kinderparkplatz“ der 70er Jahre und dem späteren privaten Spielkreis, formierte sich über den neu gewählten Vorstand des Fördervereins mit Thomas Glapa als erstem Vorsitzenden eine Initiative, die mit Unterstützung der Stadt Langenhagen eine rasant schnelle Umsetzung erfuhr.
„Wir stehen selber noch ganz fassungslos vor dem, was wir da angeschoben haben. Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung der Stadt“, erklärte Glapa bei der offiziellen Eröffnungsfeier sichtlich gerührt, denn die Ereignisse hatten sich im Vorfeld fast überschlagen.
Nach der ersten Anfrage im Jugendhilfeausschuss zur möglichen Realisierung ging es Schlag auf Schlag. „Formelle verwaltungsrechtliche Notwendigkeiten liefen wie am Schnürchen – von der Beantragung der Fördergelder, die vom Land Niedersachsen bewilligt wurden, bis zum positiven Entscheid zu den Umbaumaßnahmen“, so der Vorsitzende. Die Einrichtung von Krippenplätzen wird von Land Niedersachsen unterstützt; in diesem Fall gab es für die bauliche Erweiterung der bestehenden Einrichtung 106.000 Euro. „Wir sind mit dem Budget ausgekommen und haben damit die Sanierung, den Umbau, die Sanitäranlagen und die Inneneinrichtung samt Küche ermöglicht. Sogar eine Waschmaschine konnten wir noch anschaffen“, bestätigt Architektin Antje Apel. „Hier steckt viel Liebe im Detail. Funktionalität kann auch sehr schön und wohnlich sein. Von der harmonischen Farbabstimmung der Wände bis hin zum Schlafbereich auf zwei Ebenen ist alles gut durchdacht worden.“
Bürgermeister Friedhelm Fischer schätzt das Engagement der Initiative sehr: „Hier stimmt alles. Wir freuen uns sehr über die Realisierung und schätzen die große ehrenamtliche Leistung.“ 180 Anmeldungen gab es für die 15 neuen Krippenplätze, die streng nach Eingangsdatum der Anmeldung vergeben wurden, so Krippenleiterin Susanne Bönig. Vier sozialpädagogische Kräfte kümmern sich im Wechsel zu zweit um die Gruppe. Acht Stunden umfasst ein Betreuungstag für Krippenkinder, die im Spiel und im Erleben des Tagesablaufs auch eine Vorbereitung auf den Kindergarten erfahren. Entsprechend den Regelsätzen müssen Eltern für die Betreuung 217 Euro im Monat bezahlen, ein Mittagessen ist dabei.
Über persönliches Engagement in Sachen Sponsorengewinnung hat Thomas Glapa für ein zusätzliches i-Tüpfelchen gesorgt: Bei der Einweihungsfeier überreichte Finanzberater Thomas Selke einen Scheck über 1.000 Euro vom Dienstleister AWD für neues Spielzeug.