Problem Seniorenbeförderung am CCL

Komfort und bequeme Mobilität für bewegungseingeschränkte Menschen fordert der Seniorenbeirat mit Christa Röder (von links) und Eckhard Keese. Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch und Adam Pyrlik tauschten Informationen. (Foto: G. Gosewisch)

Taxengemeinschaft will Lösung statt Knöllchen

Langenhagen (gg). „Es wird schlimmer und es wird immer mehr“, mahnt Adam Pyrlik von der Taxengemeinschaft Langenhagen zur Situation der Senioren- und Patientenbeförderung am CCL und in der Ostpassage. In der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates berichtete er aus dem Alltagsgeschäft. Taxen werden bestellt, doch immer häufiger steigen die Fahrgäste nicht an den Taxenhaltepunkten ein, sondern lassen sich von bestimmten Orten abholen. So verlassen die Taxifahrer ihr Auto, laufen zu Arztpraxen, Apotheken, Banken oder Cafés, um dort Senioren abzuholen, oft mit Krücken, Rollator oder Rollstuhl. Sehr langsam, der körperlichen Beeinträchtigung entsprechend, geht es dann gestützt zum Taxi. Rollstühle müssen die Taxifahrer dann unter Umständen noch zu der Praxis zurückbringen, bei der sie ausgeliehen wurden. Um den Fahrgästen entgegen zu kommen, halten die Taxen möglichst dicht an den Abholpunkten in der Fußgängerzone an der Ostpassage oder am Marktplatz, was nach Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt ist und daher gibt es Knöllchen seitens der Stadtverwaltung. Das würde nicht passieren, wenn im Taxi eine Ausnahmegenehmigung als sichtbares Zeichen für die Politessen ausliegen würde. Doch diese wird von den Taxifahrern nicht beantragt, denn „sie ist mit 50 Euro pro Taxi und Jahr sehr teuer“, erklärt Adam Pyrlik. Er wünscht sich eine einfache Lösung des Problems. So funktioniert es mit der Üstra. Dort habe man miteinander gesprochen, und unbürokratisch vereinbart ist es beispielsweise auf dem Busbahnhof, dass Taxen dort Fahrgäste abholen, obwohl die Durchfahrt auf diesem Platz eigentlich verboten ist. „Ich werde immer skeptisch, wenn Lösungen nicht genutzt werden, nur weil sie zu teuer sind. Guter Wille, eine Lösung zu finden ist aber da“, so die Stellungnahme von Monika Gotzes-Karrasch in der Sitzung. Komplex sei das Thema, schließlich sei die Abgrenzung schwierig, wenn beispielsweise ein privater PKW in der Fußgängerzone hält, um einen Patienten von einer Praxis abzuholen.