Probleme abwägen

Beratungen zum Rathaus-Anbau

Langenhagen (gg). Offen, aber mit Obacht werden die Pläne zum Rathaus-Anbau an der Konrad-Adenauer-Straße in der SPD- und CDU-Fraktion behandelt, so die Auskunft von Wolfgang Langrehr (SPD-Ratsherr) und Claudia Hopfe (CDU-Ratsfrau). „Nun warten wir auf die detailliertere Planung und eine genauere Kostenschätzung. Aus dem Personalzuwachs ergibt sich zwangsläufig ein erhöhter Flächenbedarf. Wir stehen nach wie vor zu dem Beschluss aus Januar 2016 (angemietete Büroflächen abbauen) und sehen einen Anbau und eine Sanierung als richtige und zukunftsweisende Maßnahme an“, erklärt Wolfgang Langrehr. Ebenfalls die Notwendigkeit im Blick hat Claudia Hopfe. Sie sagt: „Die angemieteten Büroflächen verursachen hohe Kosten und es macht Sinn, diese abzubauen.“ In den Haushaltsberatungen sei die Personalstärke in der Stadtverwaltung noch zu thematisieren. Auch dass zwei Großbaustellen an der Konrad-Adenauer-Straße Probleme bringen können, bringt sie in den Gesamtzusammenhang: „Schon bei der Diskussion um den IGS-Standort ist das abgewogen worden.“
BBL-Ratsherr Domenic Veltrup sagt: „Wenn parallel auf dem Schulgelände ebenfalls gebaut wird, sehen wir insgesamt massive Verkehrsbehinderungen für mehrere Jahre auf Langenhagen zukommen.“ Mehr als 200 Millionen Euro seien zu investieren, um den Sanierungsstau bei Schulen, Kindergärten und bei der Feuerwehr zu beseitigen, da sei der Rathaus-Anbau nachrangig. Er ergänzt: „Der Bürgermeister soll die Mitarbeiterstärke (in der Stadtverwaltung) entschlossener optimieren. Entsprechende Forderungen des Rates wurden immer wieder an den Bürgermeister - wie schon an seine Vorgänger im Amt - herangetragen.“
"Wir erkennen, dass ein Anbau, beziehungsweise eine Vergrößerung der Verwaltung notwendig ist", so die Stellungnahme von Ratsherr Marc Hinz für die AfD, sieht aber auch einen problematischen Zusammenhang mit den notwendigen Schulbauten. "Prinzipiell befürworten wir eine Zentralisierung der Verwaltung", erklärt er, weil Mietkosten für Außenstellen kostenträchtig sind und die teamübergreifende Zusammenarbeit der Verwaltungsmitarbeiter erschwert sei. Zum Thema Personalstärke sagt Marc Hinz: "Viel hilft viel. Ich bin als Teamleiter in einem
mittelständischen Unternehmen tätig und fordere regelmäßig mehr Personal um
die Anzahl der bestehenden Projekte zeitnah verwirklichen zu können.
Natürlich muss die Verwaltung in einem angemessenen wirtschaftlichen Rahmen
handeln. An Projekten mangelt es der Stadt Langenhagen definitiv nicht."