Programm voller Kontraste

Sängerin Anni Grosser in Aktion mit der FTO Bigband unter der Leitung von Leif Thomsen. Foto: K. Raap

Viel Beifall für Ernst Müllers Konzept "Classic meets Jazz"

Langenhagen (kr). Ein gelungenes Konzept von Ernst Müller mit seinem Kontrast-Programm beim Gala-Konzert im sehr gut besuchten Schulzentrum unter dem Motto "Classic meets Jazz". Die Veranstaltung mit den Langenhagener Symphonikern, Kammersänger Hans Dieter Bader und dem Pianisten Siegfried Schick sowie der FTO-Bigband stieß auf eine tolle Resonanz beim rundum zufriedenen Publikum. Mit Wagners Festmusik eröffnete Ernst Müller das Programm. Schmissig interpretierte er mit seinen Symphonikern unter anderem bekannte Melodien aus der Oper Carmen von Georges Bizet. "Jerry Hermann, den Komponisten des 1964 uraufgeführten Musicals Hello Dolly", so betonte der sehr informative Moderator der Veranstaltung, Detlef Leonenko, "kennt heute fast niemand, aber die gleichnamige Titelmelodie wird seit Jahrzehnten von unzähligen Bands gespielt." Und Ernst Müller gab diesem Titel sehr viel Schwung. Genauso wie die Glenn-Miller-Parade, die vor allem von den beiden Titeln "St. Louis Blues" und "In the Mood" bestimmt wird. Begleitet von den Symphonikern begeisterte Tenor Hans Dieter Bader mit dem Wolgalied aus der Operette Zarewitsch von Franz Lehar. Bravorufe gab es für seinen Titel "So leb´mein Leben", unter dem englischen Titel "My Way" vor allem bekannt geworden durch Frank Sinatra. Ein besonderes Highlight des Kammersängers war, begleitet von Siegfried Schick am Klavier, die Intepretation der Ballade vom "Kleinzack" aus der phantastischen Oper "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach. Hans Dieter Bader sang das skurrile Lied um den missgestalteten Zwerg mit großer Stimme und überzeugender Mimik. Riesenbeifall auch für Siegfried Schick, der die pianistisch äußerst anspruchsvolle Etüde Nummer 11 aus dem Opus 25 von Frederic Chopin mit Bravour meisterte.
Ganz andere Klänge waren nach der Pause von der FTO Bigband zu hören, wobei die Abkürzung FTO auf das ehemalige Flughafen-Tanzorchester Langenhagen hinweist. Dass Leif Thomsen, Trompeter und Leiter dieser Formation, seine Musiker bestens vorbereitet und immer wieder zu neuen Leistungen antreibt, unterstrich er an diesem Nachmittag schon mit dem ersten Titel "Strike up the Band". Als spannende Arrangements erwiesen sich auch Titel wie "Satin Doll", "Remember when" und "Spanish Eyes". Gefragt waren dann die Leistungen der fünf Trompeter bei der Nummer "Brassmaschine". Einen sehr guten Griff hat Leif Thomesen mit der neuen Sängerin Anni Grosser getan. Mit erstaunlichem Stimmenpotential überzeugte sie bei der Mambo-Nummer "Sway", dem deutschen Titel "Allem Anschein nach" und bei der fetzigen Aretha-Franklin-Wiedergabe von "Respect". Das bestens aufgelegte Orchester bedankte sich für den großen Applaus bei den Zuhörern und auch ein bisschen bei sich selbst mit der Zugabe "Thank you for the Music".