Protest der Pendler erfolgreich

Bürgermeister nimmt Knöllchen zurück und schreibt E-Mail

Langenhagen (gg). Mit Protest haben 38 Pendler auf Knöllchen reagiert, die sie vom Ordnungsamt auf dem Parkplatz am S-Bahnhof Langenhagen-Mitte, Brüsseler Straße, bekommen haben. Dort gab es ein angekündigtes Halteverbot an einem Tag, an dem Schlaglöcher gefüllt wurden. „Nach übereinstimmender Aussage mehrerer Autofahrer hatten Spaßvögel wohl die Verbotsschilder verdreht“, teilt die städtische Pressestelle mit. Bürgermeister Mirko Heuer habe den Fall zum Anlass genommen, die „Kommunikation von Baumaßnahmen im Straßenverkehr zu überprüfen“. Den bereits verschickten Knöllchen folgte eine Umwandlung in „Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld“. Zudem wendete sich der Bürgermeister per E-Mail an einen Protestler und leitete diese E-Mail nachts an die Presse weiter. Darin mahnt er den Umgangston an, schreibt von Unverfrorenheit. Andere Falschparker hätten den Sachverhalt vernünftig geschildert, weshalb er nun „alle profitieren“ lassen wolle, und zwar doppelt, denn Bürger können sich über geschlossene Schlaglöcher freuen und bekommen rechtzeitige Information. Mehrfach betont der Bürgermeister, dass seitens der Stadtverwaltung alles richtig gelaufen sei. „Und auch ein nachträgliches, unberechtigtes Verdrehen von Schildern verhindert nicht, dass Verwarnungen mit Verwarnungsgeld ausgesprochen werden können“, ergänzt Boris Ehrhardt, Leiter der Abteilung Sicherheit, Ordnung, Umwelt. „Wir werden uns aber abteilungsübergreifend Gedanken machen, wie sich Maßnahmen im Straßenbau kategorisieren lassen, um sie vor Ort zu kommunizieren“, sagt Ralph Gureck, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation.