Putzauftrag auf dem Prüfstand

Ob der Putzauftrag von Dienstleistern wieder in die Stadtverwaltung geht, steht auf dem Prüfstand. (Foto: G. Gosewisch)

Verwaltung: Gebäudereinigung in Eigenregie möglich

Langenhagen (gg). „Die Organisation der Gebäudereinigung wird intern diskutiert“, erklärt Bürgermeister Friedhelm Fischer im Pressegespräch mit Bezug auf die jüngste Ausschreibung für das Dienstleistungspaket Robert-Koch-Schule, Grundschule Krähenwinkel, VHS-Treffpunkt und Verwaltungsgebäude auf dem Betriebshof. Seit den 90er Jahren wird die Gebäudereinigung an privatwirtschaftliche Dienstleister vergeben, die Stadtverwaltung hält kein Personal dafür vor. Kosten sollten mit dieser Organisation gespart werden, aber ob das gegeben ist, müsste neu überprüft werden. Inzwischen steht ein satter Millionenbetrag für den Putzauftrag aller 55 Objekte der städtischen Liegenschaften im Haushalt: 1,21 Millionen Euro für das Jahr 2013; 1,17 Millionen Euro waren es im Jahr 2012. „In der Vergangenheit gab es immer wieder Klagen zur Qualität der Reinigung und zur Zuverlässigkeit. Aktuell liegen keine vor, aber dennoch drängt sich bei diesem Thema die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Entscheidung auf“, sagt Fischer. Und es gibt einen zusätzlichen Aspekt: wenn Arbeitskräfte der Stadtverwaltung die Reinigung leisten, würden dafür sozialversicherte Arbeitsplätze geschaffen werden. „Man stellt sich einer sozialen Verantwortung“, meint Fischer mit Hinweis auf die Privatwirtschaft, die in dieser Branche meist mit 400-Euro-Kräften aufgestellt ist.
Die Rekommunalisierung des Reinigungsauftrags könnte zumindest sehr übersichtlich verlaufen, denn es gibt derzeit gestaffelte Verträge für verschiedene Gruppen von Liegenschaften. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, je nach Auslauffrist der Verträge, für die Liegenschaften nach und nach Personal aufzubauen.