Pyrotechnik und Dekontamination

Brandbekämpfung nach pyrotechnischem Effekt im Übungsfall. (Foto: S. Bommert)

Feuerwehr-Übung zu entzündlichen Gefahrstoffen

Langenhagen. Alarmiert wurde zwecks Übung am Dienstagabend um 18.32 Uhr der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr. Gestellt wurde ein Verkehrsunfall mit auslaufenden Gefahrstoffen. Das Szenario sah vor, dass in das Heck eines mit Carbamat (Pestizid) beladenen Trecker-Anhängers ein Auto gefahren sei. Aus dem 5.000 Liter fassenden Anhänger lief darauf hin die leichtentzündliche Flüssigkeit aus. Das Auto transportierte in einem Anhänger weiteres Stückgut. Vielfältige Aufgaben waren für die Einsatzkräfte zu bewältigen: Ein Angriffstrupp rettete den bewusstlosen Trecker-Fahrer. Ein mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) ausgerüsteter Trupp erkundete die Lage. Während der Erkundung fing das Auto durch pyrotechnische Effekte plötzlich Feuer. Nach der Brandbekämpfung wurde mit einem zweiten CSA-Trupp das auslaufende Pestizid aufgefangen, das Loch verschlossen und die Ladefläche des PKW-Anhängers erkundet. Ein Trupp-Mitglied kollabierte und wurde von einem dritten CSA-Trupp gerettet und in einer Not-Dekontamination gereinigt.
"Insgesamt verlief die Übung reibungslos. Lediglich die zeitlichen Dimensionen der einzelnen Maßnahmen sind verbesserungswürdig", so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Stephan Bommert.
An der Übung waren 54 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen aller Ortsfeuerwehren beteiligt.