Qualitätssicherung ist erforderlich

Einsparpotenziale für Gebäude in Wiesenau aufgezeigt

Langenhagen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) in Wiesenau um 15 Prozent gesenkt werden. So lautet das anspruchsvolle Ziel des „Energetischen Quartierskonzeptes für Wiesenau“. In welcher Form Eigentümer von Immobilien in diesem Stadtteil zum Gelingen des Vorhabens beitragen können, das wurde bei der zweiten Bürgerbeteiligung am vergangenen Mittwoch in der Adolf-Reichwein-Schule aufgezeigt.
Eine umfassende Gebäudemodernisierung sowie eine Erneuerung der Heizanlage bieten zwar ein wesentliches Potenzial, um Energie einzusparen, berichtete Ulrich Imkeller-Benjes. Der Mitarbeiter der "BEKS Energieeffizienz" machte in seinem informativen Vortrag aber auch deutlich, dass selbst mit Teilsanierungsmaßnahmen wie eine Dach- oder Fassadendämmung nennenswerte Einspareffekte zu erzielen sein.
Als ein Ergebnis der bereits durchgeführten Potenzialanalyse zeigte er zudem für die unterschiedlichen Immobilienformen, Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte und Mehrfamilienhaus auf, mit Hilfe welcher Maßnahmen wie viel Energie und einhergehend damit Kosten eingespart werden können. Diese Beispiele stellen für die weitere Umsetzung des „Energetischen Quartierskonzeptes für Wiesenau“ eine Grundlage dar, um individuelle und detaillierte Beratungen angehen zu können.
Dass sich Expertenrat auch hinsichtlich der Nutzung unterschiedlicher Förderungsprogramme auszahlen könnte, veranschaulichte Anke Unverzagt von dem Klimaschutzfond Pro Klima. Anhand einiger bereits sanierter Gebäude vor und nach der Sanierung gab sie Tipps zum Vorgehen und wies auf die unbedingt notwendige Qualitätssicherung durch erfahrene Sachverständige hin.
Kompetente Beratung durch Energiefachleute für das Vorgehen bei der anstehenden energetischen Gebäudesanierung sowie Tipps wie Wohnungseigentümer ihre Hausgemeinschaft für eine solche Maßnahme gewinnen könnten, waren einige der Wünsche, die während der zweistündigen Veranstaltungen geäußert wurden. Die Umweltbeauftrage der Stadt Langenhagen, Marlies Finke, wies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die regelmäßigen Beratungstermine der Verbraucherzentrale im Rathaus, verschiedene Vorträge in der VHS sowie die Kampagne „Gut beraten starten“ der Klimaschutzagentur hin.
Übrigens: Der Bericht der BEKS „Ergebnisse der Potentialanalyse und Vorstellung des Maßnahmenkataloges“ wird am Donnerstag, 2. Mai, dem Stadtplanungs- und Umweltausschuss vorgestellt. Die Sitzung beginnt um 17.45 Uhr im Ratssaal. Die Broschüren zu Altbausanierung mit Fördermitteln sind im Rathaus erhältlich und auf der Internetseite www.proklima-projekte.de abrufbar.