Quirliges war erlaubt und gewünscht

Der Chor unter der Leitung von Katharina Lewandowski; Roccio Heimbach am Klavier. (Foto: D. Lange)

Anderes IGS-Weihnachtskonzert mit den Bläsern

Langenhagen (dl). Die IGS Langenhagen und mit ihr die Bläserklassen der Schule standen in diesem Jahr vor einem Problem. Da der Theatersaal aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten zur Zeit dafür nicht zur Verfügung steht, musste das traditionelle Weihnachtskonzert der jungen Musiker in die um einiges kleinere Aula des Schulzentrums verlegt werden. Da kam die Initiative des 13.Jahrgangs wie gerufen, aus der Not eine Tugend zu machen und zusätzlich einen internationalen Basar im Foyer zu veranstalten. Im Rahmen ihrer Projekte zum Thema Flüchtlingshilfe organisierten die Schüler kurzerhand den Basar sowie einen Flohmarkt, gewissermaßen als ein verbindendes Element zu den Konzerten in der Aula. Auf diese Weise verteilte sich der Strom der zahlreichen Besucher, die auf dem Basar darüber hinaus nicht nur sehr viel Informatives über die Länder im Nahen Osten erfuhren, aus denen die Mehrzahl der Flüchtlinge kommen, sondern die Schüler hatten für sie auch eine ganze Reihe kulinarischer Spezialitäten dieser Länder vorbereitet. Einige andere Klassen hatten kleine Dinge des täglichen Bedarfs gebastelt, wie die Klasse 5.5, die Lesezeichen an die Besucher verkauften. Andere wiederum hatten offenbar Zuhause ihr Zimmer aufgeräumt und alles mitgebracht, was sie nicht mehr brauchen konnten, um es auf dem Flohmarkt zum Verkauf anzubieten. Die Erlöse daraus werden auch der Flüchtlingshilfe zugute kommen. Somit bildete der Basar den Rahmen für die Musik, die an diesem Abend gleich auf zwei Bühnen im Mittelpunkt des Geschehens stand. Auf der kleinen Bühne im Foyer präsentierten sich die Schülerbands, während auf der großen Bühne im Saal, schon rein zahlenmäßig, ein Chor sowie die Bläserklassen der jeweiligen Jahrgänge fünf bis zehn tonangebend waren. Dennoch war lange nicht klar, ob die Veranstaltung wie geplant stattfinden kann, denn die Stadtverwaltung hatte sich mit der dafür erforderlichen Genehmigung viel Zeit gelassen und erst kurz vor Beginn ihr Einverständnis gegeben. Etwas, was dem ohnehin arg strapazierten Verhältnis zwischen der IGS und der Gebäudeverwaltung nicht eben zuträglich sein dürfte. Claudius Netzel, Fachbereichsleiter Musik an der IGS, zeigte sich dennoch begeistert: „Wir hatten zunächst große Schwierigkeiten, die Veranstaltung seitens der Stadtverwaltung überhaupt genehmigt zu bekommen. Aber es hat dann doch noch geklappt. Ganz offensichtlich funktioniert unser Konzept, den Basar und die Konzerte zusammen zu legen“. Auch Schulleiter Wolfgang Kuschel war rundum stolz und zufrieden: „Bunt, quirlig und wuselig, so ist die Schule und so stellt sie sich dar. Das sind immer wieder die Momente, die mir zeigen, warum ich an dieser Schule bin“.