Quo vadis, Langenhagen?

Die ehemalige Grünwald-Fläche (vorn) und der Handelshof im Hintergrund genießen erste Priorität. (Foto: O. Krebs)
 
Mit der Post bestehen noch bis 2021 gültige Verträge. (Foto: O. Krebs)

Konkrete Realisierung der Ideen des Innenstadtforums müssen diskutiert werden

Langenhagen (ok). Viele Fragen, auf die Antworten gesucht werden: Wohin geht es mit Langenhagens Innenstadt? Beim so genannten Innenstadtforum, zu dem außer Lokalpolitikern allerdings nur rund 20 Bürger gekommen waren, gab es viele Anregungen und Vorschläge, die jetzt diskutiert werden sollen. Der Fahrplan: Die Verwaltung ergänzt ihre Vorstellungen um Vorschläge, die beim Forum im Rathaus aufgekommen sind. Die Diskussion soll laut Stadtbaurat Carsten Hettwer möglichst Ende des Jahres abgeschlossen sein, damit es 2018 losgehen kann. Im Wesentlichen geht es um drei Flächen: nördlich der Post, südlich des CCL sowie ehemals Grünwald und Handelshof. Am Ende einer langen Diskussion – auch in Einzelgruppen – wurde deutlich: Das Areal Grünwald und Handelshof soll oberste Priorität haben, hier ist zum Beispiel ein so genanntes Drei-Höfe-Konzept mit Stadtbibliothek, Bürokomplex und Wohnungen. Auf die Europa-Markthalle soll es freie Sicht von der Stadtbahnhaltestelle geben; der Wunsch nach einem Park oder einer parkähnlichen Anlage ist groß. Die bisherige Blumenwiese sei nur eine Übergangslösung. Dann müsste auch über Tiefgaragen nachgedacht werden. Die Markthalle soll von der Südseite her geöffnet werden, das Ambiente muss stimmen.
Punkt: Das Areal rund um die Post. Das CCL will sich ausdehnen. Die Nordpassage soll verbreitert werden. Das Grundstück gehört zwar wie alle anderen relevanten Flächen der Kommune, der Vertrag mit der Post läuft aber noch bis 2021. Die Filiale könnte vielleicht ins City Center gehen, aber der Paketdienst brauche eben Platz. „Dann wird das vor 2026 nichts“, blickte Stadtbaurat Carsten Hettwer weit in die Zukunft. Bleibt die Fläche südlich des CCL: Ebenerdige Stellplätze seien unbedingt notwendig, da sind sich Centermanagerin Angelika Kramm und André Beckmann, Beauftragter der Dude-Gruppe, ein. Die Dude-Gruppe betreibt den alten Teil des Centers, HBB den Neubau. Denn: Nicht Jeder traue sich, die Spindel hinaufzufahren. In der Diskussion wurde auch ein medizinisches Versorgungszentrum, das schon lange im Gespräch ist. Potenzielle Investoren gibt es bereits. Und Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirates, macht beim Innenstadtforum immer wieder auf fehlende seniorengerechte Wohnungen im Zentrum der Flughafenstadt aufmerksam. Darüber hinaus müsse natürlich auch ein vernünftiges Verkehrskonzept mit einem Taxenhalt und einem Leitsystem für Sehbehinderte her. Und viel Grün in der Stadt. Also Freiflächen und urbanes Leben. So genannte Kleinwohnungen hat auch Stadtbaurat Carsten Hettwer im Auge, denkt aber nicht nur an Senioren, sondern beispielswiese an Studenten, die in die Flughafenstadt ziehen sollen. Die Zeit dränge: Es herrsche relativ großer Entwicklungsdruck auf Flächen, die derzeit nicht adäquat genutzt würden. Bau- und Planungsrechte seien beschlossen, nicht alle Grundstücke könnten gleichzeitig entwickelt werden. Auch die Veranstaltungshalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite spiele in der Gesamtbetrachtung eine Rolle; auch die Bushaltestelle solle auf Anregung des Vorsitzenden des gerade gewählten Beirates für Menschen mit Behinderungen vergrößert werden. Und dann ist da ja noch das Schützenfest, das früher auf dem Vorplatz des Kinos über die Bühne gegangen ist. Vertraglich ist der großen Sause Ende August ein Platz in der Innenstadt sicher. Die Frage ist nur wo?