Radfahrer machen Alexander Zimbehl Sorgen

1.493 Verkehrsunfälle mit 323.000 Euro Gesamtschaden

Langenhagen (ok). Eigentlich ist Alexander Zimbehl, neuer Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Langenhagener Polizeikommissariat, mit dem Lagebild in Sachen Verkehrsunfällen zufrieden, obwohl die Zahl von 2013 auf 2014 von 1.346 auf 1.493 mit einem toten Fahrradfahrer an der Walsroder Straße/Ecke Walter-Raap-Weg, 19 Schwerverletzten und 187 Leichtverletzten gestiegen ist. Aber eben nur eigentlich, denn vor allen Dingen die Radfahrer bereiten dem Ersten Polizeihauptkommissar Sorgen. Sie ist innerhalb eines Jahres von 76 auf 86 um zehn mit 75 Verletzten gestiegen. Eine besondere Zielgruppe sind hiebei die Fünf- bis Zehnjährigen, ansonsten spielen sich die Verkehrsunfälle hauptsächlich bei den 25- bis 55-Jährigen ab. Bei den Fußgängern ist die Zahl dagegen von 31 (26 Verletzte) auf 19 (17 Verletzte) gesunken. Ein weiteres großes Problemfeld sind die so genannten Verkehrsunfallfluchten, besonders am CCL und in den Parkhäusern und Parkplätzen rund um den Flughafen. Überwiegend handelt es sich um "Parkplatzunfälle". Alexander Zimbehl: "Der Gesamtschaden bei Verkehrsunfällen in unserem Gebiet liegt bei etwa 323.000 Euro." Was die Verkehrsunfallfluchten angeht: Die Zahl ist von 2013 auf 2014 von 26,72 Prozent auf 29,50 Prozent gestiegen. Weitere Zahlen im Vergleich zum Vorjahr: Die Zahl der Strafanzeigen bei Verkehrsdelikten liegt bei 195, ist um neun gesunken. Die Anzeigen bei Ordnungswidrigkeiten ist um 17 auf 1.018 gestiegen. Blutentnahmen und Alkoholmessungen: 81 (-1). 10.160 Verwarnungen mit Verwarngeld oder einem so genannten Datenerfassungsbeleg sind ausgestellt worden. Besondere Schwerpunkte sind die drei großen Ein- und Ausfallstraßen Walsroder Straße, Bothfelder Straße, Godshorner Straße sowie Reuterdamm und die Kreuzung Hannoversche/Langenhagener Straße. Und auch die Hauptstraße in Godshorn, was Unfallfluchten angeht. Die Hauptunfallursache bei den 1.493 Unfällen sind Fehler beim Wenden und beim Rückwärtsfahren, 45 waren Wildunfälle, meistens auf der Kananoher Straße. Was Alexander Zimbehl besonders freut: "Lediglich 18 Verkehrsunfällen passierten im Zusammenhang mit Alkohol, 50 in Folge nicht angepasster Geschwindigkeit."