Randalierer bleibt unbelehrbar

50-jähriger beschädigt Polizeigebäude

Langenhagen. Ein 50-Jähriger hat am Wochenende mehrmals die
Polizei beschäftigt. Zunächst war er am Freitag nach einer
Trunkenheitsfahrt und wegen Randalierens in Gewahrsam genommen
worden. Nach seiner Entlassung hat er das Pförtnerhäuschen der
Polizeidirektion Hannover an der Waterloostraße (Calenberger
Neustadt) beschädigt. Wieder auf freiem Fuß, ist der Mann am Sonntagabend im Polizeikommissariat Langenhagen erschienen, hat sich dort
erneut aggressiv verhalten und einen 42 Jahre alten Polizeibeamten
verletzt. Polizeibeamte hatten den 50-Jährigen am Freitagmorgen gegen 6.50
Uhr mit seinem Wagen an der Vahrenwalder Straße kontrolliert, nachdem
er den Funkstreifenwagen geschnitten hatte und anschließend
"Schlangenlinien" gefahren war. Die Polizisten stellten fest, dass er
unter Alkoholeinfluss stand und nahmen ihn mit zum
Polizeikommissariat Langenhagen. Dort wurde ihm auf richterliche
Anordnung eine Blutprobe entnommen (das Ergebnis steht noch aus). Der
50-Jährige wurde aufgrund seiner Alkoholisierung und aggressiven
Verhaltens in Gewahrsam genommen. Um 14.20 Uhr wurde er entlassen,
begab sich im Anschluss sofort zu einem Schreibwarengeschäft in der
Ostpassage und begann dort zu randalieren. Daraufhin nahmen ihn die Beamten erneut in Gewahrsam. Auf Anordnung eines Richters des Amtsgerichts Hannover wurde er noch am Nachmittag zur Verhinderung weiterer Straftaten in eine Arrestzelle an der Waterloostraße gebracht. Nach seiner
Entlassung am Sonnabendnachmittag warf er zwei Pflastersteine gegen die
Fensterscheibe der Pförtnerloge an der Haupteinfahrt der Polizeidirektion Hannover und beschädigte diese. Daraufhin wurde er abermals in Gewahrsam genommen und am Sonntagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt. Am Abend gegen 23.50 Uhr erschien der 50-Jährige stark angetrunken im Polizeikommissariat Langenhagen. Er verhielt sich gegenüber den Beamten aggressiv und provokativ.
Aufforderungen, das Rauchen in der Wache zu unterlassen, ignorierte
er. Ebenso weigerte er sich, nach einem ausgesprochenen Platzverweis
die Dienststelle zu verlassen. Als die Polizisten ihn aus der Wache
bringen wollten, setzte er sich zur Wehr und stieß einen Beamten
zurück. Bei dem folgenden Gerangel erlitt ein 42 Jahre alter
Polizeikommissar leichte Verletzungen – er ist bis auf Weiteres nicht
dienstfähig. Der Alkoholisierte wurde in eine Gewahrsamszelle
gebracht – auch dort verhielt er sich renitent, eine anschließende
Blutprobenentnahme konnte nur unter Zwangsanwendung ablaufen. Gegen den 50-Jährigen – der bislang polizeilich nicht aufgefallen ist – wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Er wird heute einem Haftrichter vorgeführt. Für den an dem Pförtnerhaus entstandenen Sachschaden in
Höhe von etwa 2.000 Euro wird der Festgenommene aufkommen müssen.