Rathaus soll sich verdoppeln

Anbau kann im Jahr 2022 bezugsfertig sei

Langenhagen (gg). Wann und in welcher Weise das Rathaus einen Anbau erhalten kann, erläuterte die von der Stadtverwaltung beauftragte Planerin Annette Prill (Büro Drees&Sommer, Hamburg) in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses. Es ist ein Großprojekt: 5.800 Quadratmeter Nutzfläche (plus Untergeschoss) für „vorsichtig geschätzte 35 Millionen Euro, eher mehr“ sollen entstehen, so die Auskunft von Stadtbaurat Carsten Hettwer auf Nachfrage von Domenic Veltrup (BBL). Vor der Kommunalwahl in 2016 hatte der Rat 20 Millionen für die Rathaus-Erweiterung im Haushalt ausweisen lassen. Derzeit stand der Standort zur Entscheidung, denn es war abzuwägen, ob ein Neubau auf dem Handelshof wirtschaftlicher ist, als ein Anbau an das alte Rathaus an der Konrad-Adenauer-Straße/Waggumer Hof. Angemietete Büroflächen, wie bisher am Frankenring und an der Schützenstraße, sollen mit der Fertigstellung des in der Größe verdoppelten Rathauses überflüssig sein. Da Mietverträge mit Laufzeit-Fristen neu zu verhandeln sind, betonte Carsten Hettwer die Dringlichkeit des Vorhabens. Fertigstellung des Anbaus, samt Sanierung des alten Rathauses soll Anfang 2022 sein. „Wir diskutieren hier nicht zur Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter“, so seine Vorgabe für die Sitzung und Hinweis auf ein ganz anderes Thema. Zum Hintergrund: Bürgermeister Mirko Heuer, der vor zweieinhalb Jahren dem Wähler das Versprechen gab, Effizienz in die Arbeitsstruktur der Stadtverwaltung zu bringen, hat Personal nicht wie erwartet reduziert, sondern aufgestockt, was im Finanzausschuss zu diskutieren ist. Carsten Hettwer wies zudem darauf hin, dass auch der Platzbedarf je Mitarbeiter kein Thema sei, da die Arbeitsstättenrichtlinie angewandt werde, die mit zwölf Quadratmeter je Arbeitsplatz eine gesetzliche Vorgabe stelle. Im neuen Raumplan nicht enthalten sei die Stadtbibliothek, für die noch eine Lösung gefunden werden müsse. Carsten Hettwer sagte: „So wie die Räume derzeit angemietet sind (Schützenstraße), ist die Stadtbibliothek viel zu teuer.“ Die Vision einer Rathaus-Großbaustelle an der Konrad-Adenauer-Straße, parallel zur Großbaustelle Schulzentrum gegenüber, kommentierte Carsten Hettwer auf Hinweis von Domenic Veltrup mit gewohnter gelassener Professionalität: „Sicherlich, das wird eng. Aber bei der Bauaufsicht müssen wir dann ja nur die Straßenseite wechseln.“