Realschule im Wandel

Standort an der Rathenaustraße soll IGS werden

Langenhagen (ok). Wenn es nach der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen ginge, würde die Robert-Koch-Realschule die dritte Integrierte Gesamtschule in Langenhagen werden. „Die prognostizierten Zahlen nach dem biregio-Gutachten geben das durchaus her“, so Wolfgang Kuschel und der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Köhler unisono. Die Realschule als Schulmodell sei tot, das zeigten auch die aktuellen Anmeldezahlen. Was die Oberstufe angeht, so können sich die beiden Sozialdemokraten zwei Varianten vorstellen: entweder eine gemeinsame an der derzeitigen RKS und der IGS Süd oder eben eine an einer der beiden Schulen. Im Klartext: Es soll in Zukunft eine sechszügige Gesamtschule an der Konrad-Adenauer-Straße geben, außerdem eine vierzügige am Standort, wo heute noch die RKS steht, sowie eine vierzügige in der IGS Süd an der Angerstraße. Der Idee des RKS-Schulleiters Thomas Kelber, die Realschule zu einer Oberschule mit gymnasialer Oberstufe umzufunktionieren, erteilten die beiden SPD-Politiker eine klare Absage. Dieses Modell gehe völlig an der Realität in der Langenhagener Schullandschaft vorbei. Außerdem könne es nur mit einer Ausnahmegenehmigung auf den Weg gebracht werden. „Die Zahl der Oberschulen mit eigener Oberstufe liegen in Niedersachsen unter zehn Prozent“, unterstreicht Kuschel seine These mit einer Zahl.