Rebhühner, Hunde und mehr

Hans-Christoph Greeske erklärte Wissenswertes im Neubaugebiet Weiherfeld.

NVL-Spaziergang im Weiherfeld

Langenhagen. "Ein Rundgang durchs Weiherfeld? Lohnt sich das? Und ob!", so die Überzeugung der Mitglieder der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL). Die erste NVL-Veranstaltung im neuen Halbjahresprogramm ist traditionsgemäß ein Spaziergang in der näheren oder weiteren Umgebung. In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf das Weiherfeld.
Hans-Christoph Greeske, ortsansässiges Mitglied der NVL, hatte die Leitung übernommen und begrüßte 33 Teilnehmer am Treffpunkt, darunter zahlreiche Anwohner des Baugebietes, die durch Hinweise und Informationen zusätzlich Wissenswertes beisteuerten.
Gemäß dem Motto der NVL, vielseitig zu informieren, hatte Hans-Christoph Greeske gründlich recherchiert und erklärte an verschiedenen Haltepunkten das Baukonzept des größten Neubaugebietes der Region Hannover, das Rigolensystem zur Regenwasserversickerung, den Fernwärmeanschluss, ökologische und verkehrstechnische Aspekte, gelungene und weniger gelungene Maßnahmen. Als einer der ersten Zugezogenen erlebte er die Entwicklung des Neubaugebietes von Anfang an bis zur heutigen Einwohnerzahl von rund 8000, das sind gut 15 % der Einwohner der Stadt Langenhagen, mit. Vor allem Teilnehmer aus dem südlichen Langenhagen staunten über den neuen Stadtteil, seine Entwicklung und seine Angebote.
Als Naturfreund hatte er auch Informationen zur Tierwelt bereit: Auf Bürgerwiese und dem anschließenden Nasswiesenbiotop beobachtet man inzwischen den Graureiher, Rehe auf den Flächen am Rodelberg ebenso wie Rebhühner, die leider immer wieder vor nicht angeleinten Hunden flüchten müssen, und im Gebüsch an Bahndamm und teilrenaturiertem Mühlengraben kann man den so selten gewordenen Nachtigallen lauschen. Die Zahl der bei vielen Mitmenschen beliebten Mehlschwalben, die in den ersten Jahren der Bautätigkeit günstige Nestbau- und Brutbedingungen vorgefunden und sich deshalb vermehrt hatten, ist leider wieder stark zurückgegangen.
Mitglieder der NVL sind wettererprobt, doch nach zwei Stunden im Freien bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren alle froh, wieder ins Warme zu kommen. Ehepaar Greeske hatte im Gemeindesaal der Matthias-Claudius-Kirche eine einladende Kaffeetafel vorbereitet und bei dem von den Mitgliedern mitgebrachten Kuchen und heißen Getränken wurden die kalten Füße und klammen Hände schnell wieder warm. Ihr Fazit: "Nicht nur das Reisen in fremde Länder bildet, sondern auch ein geführter Rundgang durch die eigene Stadt."