Referat über die Ambivalenz

Gastgeber Hargen Depelmann (rechts) begrüßt den LiS-Vorsitzenden Dieter Palm und den Referenten Eckhard Röder.

Neujahrsempfang der Liberalen Senioren bei Depelmann

Langenhagen. Der Neujahrsempfang der Liberalen Senioren (LIS) folgt einer langen Tradition, der sich auch der Galerist Hargen Depelmann gern stellte. Die Kunst ist frei. Die Liberalen Senioren haben nicht den Status einer Partei, fühlen sich liberalen Einsichten verbunden und können so auf Politik einwirken. Dieter Palm, Vorsitzender der LiS begrüßte zahlreiche Gäste zum gemeinsamen Gespräch und Meinungsaustausch. Nach einer Führung durch die Galerie der aktuellen Jahreswende-Ausstellung galt der weitere Abend dem Thema "Belle Époque- Mythos und Deutungen".
Eckhard Röder referierte über die Ambivalenz jener Zeit zwischen 1880 und 1914, über das Nebeneinanderbestehen eines großartigen Lebensgefühls, wirtschaftlichen Aufschwunges und Wohlstand, aber auch über bittere Armut und unzumutbaren Lebensverhältnissen. Dazu wurden Abbildungen bekannter Gemälde oder Lithografien gezeigt, die teilweise keiner Erläuterung bedurften, im andern Fall aber
„spiegelbildliche“ Wahrheit offenbarten. Die Belle Époque endete 1914 mit dem Ausbruch des Weltkrieges; dass es der erste Weltkrieg war, ahnte man seinerzeit noch nicht.
Die gut besuchte Veranstaltung endete mit Beifall und weiteren nachdenklichen Gesprächen.