Region überprüft Wasserqualität

In den Uferbereichen der Badeseen können sich in diesen Tagen für Menschen schädliche Bakterien entwickeln.

Blaualgen im Steinhuder Meer, hiesige Seen unbedenklich

Langenhagen. Die Nachricht vom Blaualgen-Befund am Steinhuder Meer wirft Fragen zur Wasserqualität in den hiesigen Seen auf. Im Badegewässer-Atlas Niedersachsen (www.apps.nlga.niedersachsen.de/eu/batlas/) sind alle aktuellen und wichtigen Informationen zu den Badeseen in der Region Hannover zu finden. Dort werden beispielsweise Blaualgen-Warnungen aktuell eingestellt. Auch der Silbersee und der Waldsee werden regelmäßig von den Regionsmitarbeitern des Fachbereichs Gesundheit in Bezug auf die Wasserqualität überprüft. Der Schulenburger Südsee ist keine offizielle Badestelle der Region Hannover. Bakteriologische Proben werden durch das Gesundheitsamt in der gesamten Badesaison, noch bis Mitte September, in vierwöchigen Abständen genommen. Die erste Probe wird 10 bis 20 Tage vor Saisonbeginn (Mitte Mai) genommen, damit zum Saisonbeginn eine Aussage über die Wasserqualität gemacht werden kann. Die Wasserqualität der hiesigen Badeseen gilt als unbedenklich.
Je nach Witterung kann sich das in den nächsten Tagen in den Strand- und Badebereichen ändern. Wenn es zu einer Ansammlung von Blaualgen kommt, kann das Verschlucken des Wassers zu Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot führen. „Vor allem Kinder sollten nicht in Bereichen mit vermehrtem Blaualgenaufkommen baden und dort vom Plantschen im Uferbereich absehen“, sagt Constanze Wasmus, Leiterin des Teams Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen.
Da sich auch außerhalb der Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, weist die Region Hundebesitzer vorsorglich darauf hin, dass auch Hunde im Falle von Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken sollten.
An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern.
Jeder kann selber Hinweise auf Blaualgen im Badewasser erkennen, sofern der Grund nicht aufgewühlt ist. Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung. Als Faustregel gilt: Wer im knietiefen Wasser die Füße nicht mehr sehen kann, sollte das Baden in diesem Bereich vermeiden. Nach dem Baden ist gründlich zu duschen. Badesachen sollten gereinigt werden, um spätere Hautreizungen zu vermeiden. Wer nach dem Baden gesundheitliche Beschwerden hat, sollte einen Arzt aufsuchen und das Gesundheitsamt informieren.