Regionalwettbewerb "Jugend musiziert"

Ulrich Beck (von links), Leandra Körbis, Henrietta Körbis und Viola Beck feierten gemeinsam die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme "Jugend musiziert".

Erfolg für Langenhagener Mandolinen-Spieler

Langenhagen. Drei Jahre ist es her, dass beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ die Solowertungen für die Mandolinen an der Reihe waren; doch am letzten Wochenende war es mal wieder soweit. Den Austragungsort für die Musikanten aus der Region Hannover stellte auch diesmal die Musikschule Laatzen. So zog es die beiden Mitspielerinnen des Langenhagener Zupforchesters, Leandra und Henrietta Körbis, auf die andere Seite Hannovers. Wie immer starteten die Jüngeren zuerst, so dass Leandra (13 Jahre, Altersgruppe drei) als erste der beiden Geschwister sich der vierköpfigen Jury stellen musste. Bei den früheren Wettbewerben saßen die Juryvertreter nebeneinander an einem Tisch, diesmal hatten sie sich in den ersten Reihen zwischen das Publikum gemischt. Aber davon ließ sich Leandra nicht irritieren. Im Gegenteil: Ein kurzes Lächeln zu ihrem Gitarrenbegleiter Ulrich Beck, dann wurde das erste Stück den Zuhörern in einem Tempo um die Ohren gepfeffert, dass man nur auf ein musikalisches Entgleisen wartete. Dieses trat aber nicht ein. Als nach knapp einer Viertelstunde schließlich der letzte Akkord eines zeitgenössischen Werks von Pilsl verklungen war und sich das Lächeln wieder auf Leandras Gesicht stahl, ahnte man schon, dass es für die Qualifikation reichen sollte.
Henrietta ging mit ihren 16 Jahren in der Altersgruppe fünf an den Start. Unfreiwillig präsentierte sie ihre Routine gleich innerhalb des ersten Solostücks des italienischen Komponisten und Mandolinenbauers Calace, als ihr während einer schnellen Melodiepassage die Fußbank unter den Füßen zusammenbrach. Ohne abzusetzen spielte sie das Werk zuende, als wäre nichts geschehen. Ihr zeitgenössisches Abschlusswerk „The Oval Portrait“ (nach einer Kurzgeschichte von E.A. Poe) veranlasste einen der Juroren noch im Wertungsraum zu Worten des Lobes.
„Und, wollt Ihr später Mandoline studieren? Das Zeug dazu hättet ihr!“ beurteilte die Jury die Leistung des Geschwisterpaares. Jeweils 24 Punkte von maximal 25 erreichbaren erhielten beide für ihren tollen, musikalischen Vortrag, was bedeutete: erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Dieser findet im März in Oldenburg statt. "Wir drücken den beiden Langenhagener Instrumentalisten und ihrer Mandolinenlehrerin Viola Beck die Daumen", so der Bericht von Astrid Falke vom Langenhagener Zupforchester.