„Rennbahnblick“ gebührend gefeiert

Sie präsentieren den neuen „Goldenen Spaten“ und das von Kurt Lehmann gefertigte Jubiläums-Emblem: Erster Vorsitzender Dietmar Schumacher, Kassenführerin Inta Grass und zweiter Vorsitzender Klaus Bräuniger. (Foto: K. Raap)

Bürgermeister Heuer stiftete zum 40. Bestehen neuen „Goldenen Spaten“

Langenhagen (kr). Mit einer zweitägigen ebenso fröhlichen wie harmonischen Feier beging der Verein der Gartenfreunde Langenhagen den 40. Geburtstag seiner Kleingartenanlage „Rennbahnblick“. Zum Auftakt des Jubiläums in den Räumlichkeiten des SC Langenhagen begrüßte Vorsitzender Dietmar Schumacher als Ehrengäste Bürgermeister Mirko Heuer, die Staatssekretärin Caren Marks, den Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt, den ersten Kassierer des Bezirksverbands Hannover-Land Erhard Tietz sowie Matthias Brand, den neuen Vorsitzenden der benachbarten Tennis-Gemeinschaft Rot-Gelb. Vorsitzender Schumacher gab einen hochinteressanten Rückblick über vier Jahrzehnte „Rennbahnblick“. Der Verein besteht deutlich länger als die heutige Anlage. Anfänge wurden schon im Jahr 1946 registriert. Damals war ein loser Zusammenschluss von Gleichgesinnten entstanden, die einen Kleingarten mehr zum Schließen von Versorgungsdefiziten als ein Hobby betrachteten. Kleingärten bedeuteten in erster Linie Grabeland, schließlich wollte man Ertrag haben, also ernten. Die ersten Parzellen entstanden auf dem Gelände der Bundesvermögensstelle am Silbersee, 1957 erfolgte eine Umsiedlung zum Sonnenweg, bevor in den westlichen und östlichen „Ohren“ der Autobahnauffahrten neues Grabeland entstand. Im Zuge der Verbreiterung der Autobahn entfielen aber auch diese Standorte. Die Stadt Langenhagen sah sich damals nicht in der Lage, Ersatzgrundstücke zu stellen. Dafür sorgte dann auf Drängen des damaligen Vorstands letztlich Hannovers Oberbürgemeister Herbert Schmalstieg: Bei der heutige Anlage „Rennbahnblick“ handelt es sich um ein Stück Land mitten in Langenhagen, das der Stadt Hannover gehört. Die Erschließung des Brachgeländes, die Einteilung der Parzellen, die Einzäunung und Erschließung übernahm dann die Stadt Langenhagen. Im Mai 1977 konnte die Anlage an die Langenhagener Gartenfreunde übergeben werden. An die die harte Arbeit, die die Pächter in der Anfangszeit in die Anlage investieren mussten, denkt heute noch kaum jemand. Entstanden sind 74 Parzellen mit je 315 Quadratmetern. „Wir haben eine wirklich attraktive Gartenanlage, auf die wir stolz sein können“, betonte Schumacher. Der Vorsitzende erinnerte in diesem Zusammenhang an den ersten Platz im Jahr 2012 und den dritten Platz 2017 beim Wettbewerb des Bezirksverbands der Gartenfreunde Hannover-Land um die schönste Anlage. Daran nehmen alle fünf Jahre die 44 Mitgliedsvereine teil. Um den Wanderpokal „Goldener Spaten“ geht es seit 1979, ein sehr beliebter Wettkampf, initiiert vom ehemaligen Bürgermeister Walter Bettges . Bürgermeister Mirko Heuer überraschte alle Mitglieder während der Geburtstagsfeier, als er dem Verein einen neuen, tatsächlich vergoldeten Spaten überreichte. Relativ neu ist der von Ehrenmitglied Heinrich Köller gestiftete Damen-Pokal um den alleinstehende weibliche Pächter wetteifern. Dass neun Bewerber auf der Warteliste stehen ist ein weiteres Indiz für die Beliebtheit des „Rennbahnblicks“. Nicht zu vergessen die gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins mit Grillfesten, Fahrradtouren, Wanderungen, Adventsfeiern und Busfahrten. Wesentlich geprägt haben die Anlage sicherlich die Vereinsvorsitzenden: Dieter Schrey (1977 bis 1984), Jürgen Adams (1984 bis 1988), der Ehrenvorsitzende Heinrich Köller (1989 bis 2005) und seit 2006 Dietmar Schumacher. 50 Jahre Mitglied ist Horst Grawert. Seit 40 Jahren Pächter in der Anlage sind Evert Aukes, Walter Gnilka, Wolfgang Schulz, Sonja Reigber, Klaus Bräuniger, Fritz Prelle, Jürgen Adams, Dieter Schmidt, Rolf Heinemann, Horst Schulz, Ursula Bäcker, Werner Küster und Lothar Post.
Der zweite Teil der Geburtstagsfeier ging dann mit einem zünftigen Frühschoppen auf dem Grillplatz der Anlage über die Bühne. Kein Wunder, dass nach dem „ausführlichen“ Vorabend köstliche Matjesbrötchen der absolute Renner wurden. Für flotte musikalische Unterhaltung während des Jubiläums sorgten die Akkordeonfreunde Langenhagen unter der Leitung von Olga Debrere und die Shanty-Singer.