Reste der Rennöfen noch zu sehen

GLIEM-Tafel Nummer 101 an der Wietze

Langenhagen. Heimatkunde hat die Arbeitsgemeinschaft GLIEM (Ganz Langenhagen ist ein Museum) nun mit der Schautafel Nummer 101 an einem Wegstück nördlich des Witzeparks aufgezeigt. Zu erkennen sind an diesem Standort beim Blick über den Acker Verfärbungen des Bodens, die Spuren der Holzkohlen- und Eisengewinnung sind. Südlich von Hainhaus ist eine Vielzahl von Meilerplätzen belegt. Die Eisenverhüttung fand demnach vom 11. Jahrhundert bis zum ausgehenden Mittelalter statt. Holzkohlemeiler gab es auch später noch. Wegen der dadurch verursachten Waldverwüstung auf dem Gebiet der Vogteien Langenhagen und Burgwedel verboten die Landesherren den ohnehin nicht sehr ergiebigen Abbau.
Einen größeren Abbau gab es nach 1900, allerdings mit Schwerpunkt auf Isernhagener Gebiet. Kriegswirtschaftlich bedingt wurde der Abbau auf 56.000 Tonnen Erz pro Jahr (Eisengehalt 32 Prozent) gesteigert, abtransportiert mit der Hannoverschen Straßenbahn nach Sehnde und von dort zur Verhüttung in sogenannten Rennöfen nach Ilsede. 1923 wurde der Tagebau wegen zu geringer Ergiebigkeit eingestellt.
Weitere Informationen des Stadtheimatpflegers Hans-Jürgen Jagau gibt es auf der Internetseite www.heimatpflege-langenhagen.de.