Rettungstreppe löst Steckleitern ab

Aufstellung der Flughafen-Feuerwehr bei der symbolischen Schlüsselübergabe für das neue Fahrzeug (vorne, von links): Andreas Apeldorn (Verkaufsleiter des Fahrzeug-Hersteller Rosenbauer), Stefan Martens und Martin Altemöller. (Foto: G. Gosewisch)

Neues Feuerwehr-Fahrzeug am Flughafen

Langenhagen (gg). „Wer schon einmal eine Leiter an etwas Rundes angelehnt hat, weiß, dass das eigentlich nicht geht“, sagt Stefan Martens, Chef der Flughafen-Feuerwehr. Er macht damit bildlich deutlich, womit es die Feuerwehrmänner im Einsatz zu tun haben. Im Löschangriff muss der runde Rumpf der Flugzeuge, erhöht auf Rädern, beherrscht werden. Die Kabine muss entraucht, Passagiere müssen geborgen werden – innerhalb weniger Sekunden. Bisher gab es Steckleitern, nun hat der Flughafen-Betrieb investiert (rund 500.000 Euro) und ein neues Rettungstreppen-Fahrzeug beschafft. Es ergänzt den Fuhrpark für das Flugfeld, das spezielle 1000-PS starke Löschfahrzeuge vorhält. Technisch auf neuestem Stand, mit 20-Meter-Löscharm und Lanze zum Durchstechen der Flugzeugkabine. Ausgestattet ist die Flughafen-Feuerwehr mit insgesamt 23 Fahrzeugen. Nach Alarmierung ist der Einsatz nach spätestens 180 Sekunden an jedem beliebigen Einsatzpunkt auf dem Flughafen-Gelände, das immerhin rund eintausend Hektar groß ist, eingeleitet.
Für Löschangriffe ist das neue Rettungstreppen-Fahrzeug mit einer fest installierten Wasserführung und Schnellangriffseinheit versehen. Sämtliche Funktionen des Fahrzeugs können von nur einer Person gesteuert werden. Vorprogrammiert sind alle möglichen Flugzeugtypen, so dass automatisch die richtige Treppenhöhe (2,5 bis 5.5 Meter) ausgefahren wird. Das Fahrzeug hat 341 PS und Tempo 105 Höchstgeschwindigkeit. „Wir können mit diesem Fahrzeug den ersten gesicherten Zugang zu einem havarierten Flugzeug schaffen“, sagt Stefan Martens. Martin Altenmöller, Flughafen GmbH Bereichsleiter Verkehr und Prokurist, erklärt: „Das Fahrzeug ist einsatztaktisch sinnvoll. Daher die Anschaffung, auch ohne gesetzliche Vorgabe.“