Revolutionsdrama auf der Bühne

Thomas Strecker (Camille), Marek Egert (St. Just), Moritz Nikolaus Koch (Robespierre), André Vetters (Lacroix) und Symphonischer Chor im Drama "Dantons Tod". (Foto: F. von Traubenberg)

Aufführung von Georg Büchners "Dantons Tod"

Langenhagen. Georg Büchners Drama "Dantons Tod" wird vom Schauspielensemble des "Theater für Niedersachsen (TfN)" am Mittwoch, 14. Dezember, um 20 Uhr im Theatersaal an der Rathenaustraße aufgeführt. Vor der Vorstellung um 19.30 Uhr findet eine Einführung statt.
Zur Handlung: Danton und Robespierre, einstige Weggefährten während der Französischen Revolution, sind nun, fünf Jahre später, zu erbitterten Gegnern geworden. Bei dem über Leben und Tod entscheidenden Tribunal kommt es zu einem der scharfzüngigsten Rededuelle der Weltliteratur. „Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder“, sagt Danton an einer Stelle des Stückes, dessen Titel uns Gewissheit gibt: Auch er wird eines dieser Kinder sein. Fünf Jahre nach der Erstürmung der Bastille ist von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht mehr viel zu spüren. Das Volk ist noch immer ausgehungert, die Umwälzung der politischen Verhältnisse in Gefahr. Von außen bedroht durch die Koalitionstruppen Preußens, Österreichs, Großbritanniens, Spaniens und der Niederlande, tobt im Inneren der Kampf um den weiteren Weg der Revolution. Genau hier setzt Büchners Stück ein und erzählt von der Zuspitzung des Konflikts zwischen dem 24. März und dem 5. April 1794. Im politischen Machtzentrum stehen sich zwei Lager gegenüber, angeführt von zwei ehemaligen Weggefährten: Auf der einen Seite Robespierre, der sich zu seiner Schreckensherrschaft zur Herstellung von Recht, Ordnung und Tugend bekennt; auf der anderen Seite der inzwischen revolutionsmüde Zweifler Danton, der sich ein Ende des staatlichen Blutvergießens wünscht. Die Sehnsucht nach einer toleranten Republik, in der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gelebte Werte sind, bringt Danton den Vorwurf ein, der Konterrevolution in die Hände zu spielen. Hinzu kommt sein genussvoller Lebenswandel, der dem Tugendwächter Robespierre hinsichtlich der Armut der hungernden Bevölkerung ein Dorn im Auge ist. Danton verkennt die Gefahr, „Sie werden,s nicht wagen“, wiederholt er mantraartig. Als ehemals führendes Mitglied der Revolutionsregierung hält er sich – trotz seines Lebenswandels und der öffentlich gegen ihn erhobenen Vorwürfe – für unangreifbar. Ein Fehler mit tödlicher Konsequenz: Danton und seine Gefolgsleute werden vor dem Revolutionstribunal angeklagt, es droht der Tod durch die Guillotine.