Richtfest am Haus der Jugend

Stadtbaurat Carsten Hettwer (von links), Zimmerer-Meister Christoph Wagener und Architekt Ansgar Wiegmann bei der Ansprache zum Richtfest auf dem Haus der Jugend. (Foto: G. Gosewisch)

Stadtbaurat mahnt zum Blick nach vorn

Langenhagen (gg). Mit einem Richtfest feierten nun Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Baufortschritt am Haus der Jugend am Langenforther Platz. In einer Ansprache richtete sich Stadtbaurat Carsten Hettwer an die geladenen Gäste und sagte: „Wir hoffen, hier etwas Gutes für Langenhagen zu schaffen, und ich hoffe, dass die politische Diskussion an einem Punkt ist, an dem es sich nicht mehr lohnt, über dieses Projekt zu streiten.“ Damit zielte er auf die seit 2012 andauernden Kontroversen zum Sinn der Sanierung des 80 Jahre alten Hauses, das wegen seiner problematischen Architektur für Abstriche in der Funktion sorgt. Untergebracht sind im Mittelteil Büroräume der städtischen Abteilung „Kinder und Jugend“ sowie der „Verein zur Förderung von Jugend und Kultur“, Trägerverein des Cafés Monopol und des Projekts Bärenhunger. Fertiggestellt sein soll bis Ende des Jahres die Mitteltrakt-Sanierung mit 520 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Geschossen jeweils mit Sanitärbereich. Der Keller kommt noch hinzu, wird abgedichtet. Die Fenster in den Geschossen werden teilweise erneuert, größere Gauben als bisher werden aus der Dachfläche ragen. Geltende energetische und brandschutztechnische Vorgaben werden erfüllt. Die Kosten für die Sanierung des Mitteltraktes sind mit 1,4 Millionen Euro kalkuliert. Damit ist die Sanierung am Standort noch nicht abgeschlossen, denn es folgt der Abriss und Neubau des Nordtraktes, der mit einer Million Euro notiert ist. Abgeschlossen ist seit über einem Jahr die Sanierung des Südtraktes. Ende Juli zeigte der Bauzaun für jedermann deutlich an, dass am Haus der Jugend wieder gebaut wird. Auf dem neu aufgebauten Dachstuhl wehen bunte Bänder an einer geschlagenen Birke, die als Ersatz für einen Richtkranz dient, der üblicher Weise die Rohbau-Fertigstellung anzeigt – ein Brauch, der Neubauten vorbehalten ist. „Angesichts der weitreichenden Baumaßnahmen macht das Richtfest in diesem Fall trotzdem Sinn“, sagte der Stadtbaurat. Richtspruch und Segen für das Haus wurden von Zimmerer-Meister Christoph Wagener (Schönhausen, Elbe) außerordentlich gelungen vorgetragen.