Richtig knifflig und vertrackt

Die Köpfe der Dritt- und Viertklässler rauchten heftig.Foto: O. Krebs

Das Mathe-Känguru hüpfte an Godshorner Grundschule

Godshorn (ok). Die Aufgaben sind teilweise so knifflig und vertrackt, dass manch Erwachsener sicher seine Probleme mit ihnen bekäme. Beim Känguru-Wettbewerb, der traditionell immer am dritten Donnerstag im März über die Bühne geht, waren die Fragen jedenfalls nicht von schlechten Eltern, und der eine oder andere Dritt- und Viertklässler an der Godshorner Grundschule hat sich sicherlich die Zähne daran ausgebissen. Dabei war vor allen Dingen Textverständnis gefragt, weniger Begründungen und Rechenwege. "Bei diesen Multiple-Choice-Aufgaben gibt es immer fünf Lösungsmöglichkeiten", erläutert Mathelehrerin Ursula Hoffmann das Prinzip von Känguru – einem Wettbewerb, der die Begeisterung an der Mathematik wecken soll und in den 80er Jahren in Australien erfunden worden ist. In Deutschland sind es rund 800.000 Schülerinnen und Schüler, die sich am dritten Donnerstag im März 75 Minuten lang mit Denksport- und Knobelaufgaben auseinandersetzen, aber der Test läuft an diesem Tage weltweit. Ursula Hoffmann: "Nach dem Jahr der Mathematik 2008 hat es noch einmal einen Aufschwung gegeben. In Deutschland beteiligen sich nach Russland die zweitmeisten Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb." Und an der Godshorner Grundschule waren es 55 Mädchen und Jungen, denen freiwillig die Köpfe rauchten. In Deutschland gibt es sogar einen Känguru-Verein an der Berliner Humboldt-Uni, der sich um den Wettbewerb kümmert. Für jeden Teilnehmer gibt es am Ende eine Urkunde und ein kleines mathematisches Spiel. Wer übrigens ganz neugierig ist, und auch in den Osterferien nicht ohne Mathe leben kann, kann die Fragen und Antworten des diesjährigen Testes ab Montag unter www.mathe-kaenguru.de einsehen.