Riesenandrang beim Mühlenfest

Eine großartige Kulisse bot die Bockwindmühle beim Riesenfest in Kaltenweide. Foto: K. Raap

Bockwindmühle einer der Anlaufpunkte bei der Aktion "FahrKulTour"

Kaltenweide (kr). Der Andrang beim Mühlenfest in Kaltenweide hätte größer kaum sein können. Bei herrlichem Wetter war das Gelände rund um die Bockwindmühle Wagenzelle das Ziel unzähliger Fußgänger, Rad- und Autofahrer. So zeigten sich dann auch Anita Jacob und Rolf Wesner vom Vorstand der veranstaltenden Ortsarbeitsgemeinschaft Kaltenweider Vereine hoch zufrieden mit der Resonanz, die diese Veranstaltung in der Langenhagener Bevölkerung aber auch in angrenzenden Kommunen fand. Eine stattliche Zahl engagierter ehrenamtlichen Mitarbeiter von Feuerwehr, Schützenverein, Arbeiterwohlfahrt, DRK, Treckerclub, Bürgerverein Kaltenweide und TSV KK sorgten für das Gelingen dieser Riesenparty für die ganze Familie. Präsent zeigte sich auch die gewerbliche Interessengemeinschaft Weiherfeld Kaltenweide. "Ein besonderer Dank", so betonte Anita Jacob gegenüber dem Langenhagener ECHO, "gilt Dieter und Charlotte Holzhausen, den Eigentümern der Mühle, die das Gelände für dieses tolle Fest zur Verfügung stellten, und außerdem Besichtigungen des attraktiven Bauwerks ermöglichten." Ein zusätzlicher optischer Reiz: Mit Hilfe eines elektrischen Antriebs setzte Dieter Holzhausen die Flügel zwischenzeitlich immer wieder in Bewegung. Das lukullische Angebot dieses Tages kannte kaum Grenzen. Hoch im Kurs standen Brat-, Currywurst, Schmalzbrot und leckerer Matjes sowie ein vielfältiges Kuchenangebot. Zum Getränkeprogramm zählten nicht nur Bier, Wein und Wasser, sondern auch ein schmackhafter Mühlenschnaps. Die jüngsten Besucher vergnügten sich unter anderem mit Ballspielen, Dosenwerfen und Torwandschießen. Für den musikalischen Part dieser Veranstaltung sorgte das Musik- und Spielmannskorps Kaltenweide unter der Leitung von Horst Fabig. Das Orchester, das erst Anfang des Jahres ein tolles Jubiläumskonzert zum 60jährigen Bestehen gegeben hatte, überzeugte einmal mehr mit seinem vielseitigen Repertoire. Zu einem kleinen Festakt, bei dem auch Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr mitwirkte, hatte zwischendurch die Arbeitsgemeinschaft "Ganz Langenhagen ist ein Museum (GLIEM)" eingeladen. Die Bockwindmühle erhielt eine spezielle Tafel, die sie als wichtiges historisches Bauwerk auszeichnet. Die Mühle war 1602 zwischen Bissendorf und Wennebostel errichtet und 1878 an den heutigen Standort versetzt worden.Die Beschreibung wird in Kürze auch in das von GLIEM geplante virtuelle Museum eingestellt.
Das Mühlenfest war am Sonntag außerdem der wohl attraktivste Anlaufpunkt innerhalb der vom EU-Projekt Pferdestärken zum dritten Mal organisierten Aktion "FahrKulTour". Auf der insgesamt 30 Kilometer langen Strecke konnten per Rad außerdem die Paracelsus-Klinik, der historische Hof Jagau mit seinem Cafégarten, die Elisabethkirche, die Martinskirche in Engelbostel, verbunden mit Orgelklängen, eine Fahrzeugschau des Treckerclubs Engelbostel mit Steinofenbrot-Angebot und der Waldsee angefahren werden, wo die DLRG sich einiges ausgedacht hatte. Als absoluter Renner erwies sich der von Horst und Irmtraud Waldfried angebotene gebratene Spargel.