Riesenandrang beim Weihnachtskonzert

Ein volles Haus hatten Ernst Müller und seine Symphoniker beim großen Weihnachtskonzert im CCL. (Foto: K. Raap)

Musikdirektor Ernst Müller und sein Orchester im CCL

Langenhagen (kr). Es war wieder ein Weihnachtskonzert, wie man es seit Jahren von Ernst Müller kennt: „Die Zusammenstellung des Programms ließ keine Wünsche offen, die Musiker überzeugten auf ganzer Linie, und der große Besucherandrang unterstrich eindrucksvoll die Beliebtheit des Langenhagener Musikdirektors und dessen Orchester. Die Veranstaltung mit den Langenhagener Symphonikern und einem bestens gelaunten Dirigenten im CCL hatte zwar einen kleinen Schönheitsfehler, aber der fiel letztlich nicht sonderlich ins Gewicht. Der Obststand, der normalerweise vor dem Konzert abgebaut wird, um mehr Platz für die Zuhörer zu schaffen, war wegen eines Kommunikationsfehlers versehentlich stehen geblieben. So war nicht wenigen Zuschauern zwar zum allerersten Mal die Sicht auf das Orchester eingeschränkt, aber die gute Musik machte das doch schnell wieder wett. Außerdem hatte Ernst Müller die von den Musikern genutzte Fläche von der Ost- auf die wesentlich besser einsehbare Südseite des Spielorts verlegen lassen.
Eingestreut in das Repertoire dieses Nachmittags waren natürlich Weihnachtslieder wie „Alle Jahre wieder“, „Stille Nacht“, „Oh du fröhliche“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Schwungvoll wurde es mit den beliebtesten Melodien von Franz Lehár. Eindrucksvoll interpretierten die Symphoniker die berühmte Komposition „Ave Maria“ von Charles Gounod, der ein Stück von Johann Sebastian Bach zugrunde liegt. Als Kontrast dazu erklang die populäre „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg, die einzige seiner 350 Kompositionen, die heute noch gespielt wird. Richard Wagners „Festmusik“, „White Christmas“ von Irving Berlin, Chopins „Romanze“ und Bert Kaempferts „Dankeschön“ setzten weitere Akzente. Ein Ohrenschmaus auch „Classik in Beat“, ein technisch anspruchsvolles Potpourri von Franz Watz, in dem er Melodien aus Beethovens dritten Klavierkonzert, Tschaikowskis Sinfonien Nummer fünf und sechs sowie Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ verarbeitete. Nicht zu vergessen Charly Neumanns virtuose Einlage mit „Le Canari“, ein Bravourstück für Violine und Orchester. Durch das Programm führte Detlef Leonenko, auch Musiker des Orchesters, mit zahlreichen interessanten Informationen.