Risiken nicht genug benannt?

Michael Koch (links) und Erich Neßlage kümmern sich als DSK-Mitarbeiter um die Sanierungsgebiete. (Foto: G. Gosewisch)

Aufbau in den Sanierungsgebieten beginnt

Langenhagen (gg). Das Thema Sanierungsgebiete wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses diskutiert. Mit Spannung erwarteten die zahlreich erschienenen Bürger die Präsentation des sogenannten Sanierungsträgers, ein Dienstleister im Auftrag der Stadtverwaltung, der investitionswillige Eigentümer in den Sanierungsgebieten berät und überprüft, ob Zuschüsse gewährt werden. Große Skepsis herrscht nach wie vor zum speziellen Konzept. In einem zehnjährigen Zeitraum können im Sanierungsgebiet Wiesenau 6,8 Millionen Euro Fördermittel verteilt werden, im Sanierungsgebiet Walsroder Straße im zwölfjährigen Zeitraum 9,6 Millionen Euro (zu gleichen Anteilen gezahlt vom Bund, vom Land und von der Stadt Langenhagen). Egal ob Vorteilsnehmer oder nicht, alle Eigentümer in den Sanierungsgebieten müssen Formalien in Kauf nehmen, dazu gehören Grundbucheinträge und Meldepflichten.
Entsprechend kritisch waren Zuhörer bei der Präsentation des Sanierungsträgers, die „Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK)“ aus Bremen. DSK-Mitarbeiter Erich Neßlage und Michael Koch kündigten Maßnahmen an. In Wiesenau soll der Spielplatz Bachstraße gestaltet werden, ebenso der Vorplatz der Adolf-Reichwein-Schule. Zudem steht die Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße an. An der Karl-Kellener-Straße soll der Vorplatz der S-Bahn-Station Pferdemarkt umgestaltet werden. Zudem stehen Grünflächengestaltungen an der Hermann-Löns-Schule und die Aufwertung des Geschäftsbereichs auf dem Plan. „Sie informieren nicht über die Risiken“, kritisierte Eigentümer Norbert Missner, der sich nach seinem Ärger über die Maßnahme dazu entschieden hat, selber bei der Kommunalwahl zu kandidieren. Die DSK-Vertreter verwiesen auf Kontrollmechanismen, die ihrer Erfahrung nach funktionieren. Ihrem Rat nach sollen die Eigentümer nicht nur die Nachteile, sondern die Chancen sehen.