Ruhe erzeugt, mit nichts zu vergleichen

Die Therapie-Tiere in der Kita Elisabeth reagierten gut erkennbar auf das Verhalten der Kinder. (Foto: G. Gosewisch)

Therapie-Tiere zu Gast in der Kita Elisabeth

Langenhagen (gg). Rücksicht nehmen und genau beobachten war Gebot der Stunde in der Kita Elisabeth als die Therapie-Tiere zu Gast waren. Meerscheinchen, Kaninchen und Schafe des „Instituts für Soziales Lernen“ aus Lindwedel fühlten sich im Kita-Garten sichtlich wohl, hatten keine Berührungsängste. Svenja Fredereke Grün, stellvertretende Institutsleiterin, und Praktikantin Sarah Meurer, Studentin im Fach Sozialpädagogik, waren dabei. Einige Bedürfnisse der Tiere wurden den Kita-Kindern erklärt, aber hauptsächlich wurde den Kindern Zeit gegeben, selber zu sprechen. Anforderungen aus der Sonderpädagogik, der Ergotherapie und vielem mehr werden im Institut berücksichtigt, das von Ingrid Stephan mit viel Erfahrung geleitet wird. Sie verknüpft Wissenschaft und Praxis. Die Begegnung mit den Tieren soll kein Selbstzweck sein, sondern Seele und Körper bereichern. „Die Reize, die die Tiere setzen, sind mit nichts anderem zu vergleichen“, sagt Kita-Leiterin Tabea Pipenbrink. Sie freute sich, wie gut sich die Kinder auf die Bedürfnisse der Tiere einstellten, wie vor dem Besuch gemeinsam besprochen. So gab es im Umfeld der Tiere kein hektisches Gezappel, es wurde leiser als sonst gesprochen. „Nicht leicht, für unruhige Gemüter. Aber die Kinder wissen, dass die Tiere sonst mit Flucht reagieren und weg sind“, erklärt die Kita-Leiterin. Antworten auf die Fragen „Was haben die Tiere gern?“ und „Essen Tiere immer gesunde Sachen?“ haben die Kita-Kinder nicht nur gefunden, sondern verinnerlicht und weitergeführt in den Fragen „Was habe ich gerne?“ und „Was esse ich eigentlich?“. Aber es ging auch um das Fühlen beim Streicheln des kuscheligen Fells. Wie geht es richtig? Was ist zu fest, was ist zu zart? Dass die Ohren der Tiere immer wachsam sind, wollten einige Kinder zur eigenen Gewohnheit werden lassen. Kann das gelingen? Die Kinder sprachen untereinander darüber und hatten Freude.
Fotos vom Besuch der Tiere sollen den Kindern noch einige Zeit zur Verfügung stehen. Auf einem Bildschirm im Flurbereich gibt es eine Motivmischung. Tabea Pipenbrink sagt: „So gibt es immer wieder eine schöne Erinnerung.“