Rundweg bis Juli nicht passierbar

Rechts im Bild ist der östliche Silbersee-Parkplatz, unten ist die A2 zu sehen. Daran angrenzend wird der Bereich bis zur Wasserkante für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.

Munitionsreste am Silbersee werden ausgesiebt

Langenhagen (gg). Die Sanierung des sogenannten Sprengplatzes an der Südost-Seite des Silbersees schreitet voran. Der Platz unterstand in früheren Jahrzehnten der Bundeswehr und wird von nun von der Stadtverwaltung von Altlasten befreit. Reste von Munitionssprengungen sollen beseitigt werden. Ab 27. April ist der Bereich, samt Zuwegung vom östlichen Parkplatz aus, für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Eine Umrundung des Sees an der Wasserlinie ist für die nächsten drei Monate nicht mehr möglich.
Vorgesehen ist ein Bodenaufschub bis 90 Zentimeter Tiefe. Dieser Boden ist unbelastet, denn er wurde in den 90er Jahren als Zwischenlösung aufgebracht. Der Boden darunter wird nach Sondierung bis auf ein Meter Tiefe abgetragen und auf Schadstoffe untersucht. In der vor Ort errichteten Maschinenhalle wird der Boden gesiebt, gereinigt und danach wieder verfüllt.
Bei einer Sondierung im Jahr 1995 wurden Altlasten bereits ermittelt und rund 1,4 Tonnen Kampfmittel geborgen – allerdings nicht vollständig. Die Sanierung wurde aufgeschoben. „Die Kosten wurden im Millionenbereich beziffert, daher wurde der Bereich damals nicht saniert, sondern nach Bodenaufbringung mit einem Zaun abgesperrt“, erklärt Birgit Karrasch, Fachdienst Stadtgrün und Friedhöfe. Sie nutzte eine Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zum Schutz von Gewässern gegen Gefahren durch Altlasten (Förderrichtlinie Altlasten-Gewässerschutz, Niedersächsisches Umweltministerium) aus dem Jahr 2012, beantragte Fördermittel für die Durchführung der Sprengplatz-Sanierung und hatte Erfolg. Insgesamt 670.000 Euro wird die Maßnahme kosten, 55 Prozent davon werden vom Land Niedersachsen bezahlt.