Sänger fit in Sachen Heimatkunde

MGV Liedertafel Kaltenweide besucht "MOORiZ"

Kaltenweide (ok). Einen Ausflug mit heimatgeschichtlichem Hintergrund hat jetzt am Muttertag der MGV Liedertafel Kaltenweide in Angriff genommen: einen Ausflug ins Bissendorfer Moor und einen Besuch im "MOORiZ", dem Moor-Informationszentrum in Resse. Sagenhaftes vom Muswillensee gab Lndwirtschafts- und Morrfachmann zum Besten. Im "MOORiZ" – mitten zwischen den vier Mooren der Hannoverschen Moorgeest informierten sich die singenden Männer über die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Moore. Gebaut wurde das "MOORiZ" übrigens durch einen hohen Spendenanteil und viele öffentliche Mittel; ehrenamtlich betreut wird es vom Verein "Bürger für Resse".
Die vier letzten Hochmoore im Norden Hannovers – das Bissendorfer, Helstorfer, Otternhagener und Schwarze Moor – sind etwa 1.000 bis 7.000 Jahre alt und bis zu sieben Meter tief, wurden aber nie industriell durch Torfabbau genutzt, höchstens für den privaten Brennstoff-Bedarf der Anlieger. Deshalb sollten durch Trockenlegen der Randgebiete zumindest landwirtschaftliche Nutzflächen gewonnen werden. Heute sind sich allerdings alle einig, den schönen Naturraum zu erhalten und ein Abfließen des Regenwassers zu verhindern. Nach langen Beratungen beschränkt sich der Naturschutz auf die noch vorhandenen Torf-Moor-Flächen, in einer anderen Variante wären noch 40 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen Kaltenweides betroffen gewesen.
Das Projekt wird von der EU, dem Land Niedersachsen und der Region Hannover finanziert.