Sanierung schreitet voran

Hanno Hahn (von links), Ansgar Wiegmann und Carsten Busch erklärten im Pressegespräch den Sanierungsablauf im Haus der Jugend. (Foto: G. Gosewisch)

Haus der Jugend bekommt neuen Standard

Langenhagen (gg). Der Haupteingang ist bereits mit einem Bauzaun versperrt, bald wird das Dach abgetragen und neu aufgebaut. Am Haus der Jugend hat die Sanierung im zweiten Bauabschnitt (Mitteltrakt) begonnen. Nun soll es zügig vorangehen. Bereits im nächsten Jahr soll sogar der dritte Bauabschnitt (Nordtrakt) neu gebaut sein. Mit einem zweiten Fahrstuhl sollen die Stockwerke erreichbar sein, auch das Dachgeschoss.
Zum Hintergrund: Für die Sanierung des Altbaus setzte sich im Jahr 2012 die SPD ein. Die Opposition warnte vor einer unüberschaubaren Kostenentwicklung und empfahl den Verkauf der Immobilie samt Erstellung eines modernen Funktionsbaus in besserer Lage (mit Anschluss zum Schulzentrum). Beschlossen wurde dennoch eine Sanierung im laufenden Betrieb, in drei Abschnitten (Süd-, Mittel- und Nordtrakt) zum Gesamtbetrag von knapp drei Millionen Euro. Stadtbaurat Carsten Hettwer bezweifelte von Anfang an die Chance auf Einhaltung des Kostenrahmens, der nur auf groben Schätzungen beruhte. So kam es. Im Jahr 2015 wurde nachgesteuert. Michael Horn (Grüne) sprach es im Frühjahr 2015 aus: „Die Maßnahme (Sanierung Südtrakt) ist aus dem Ruder gelaufen“. Zur Schuldfrage gibt es seitens der Stadtverwaltung „keinen Kommentar“, nur einen Hinweis auf eine laufende Klärung mit dem für den ersten Bauabschnitt beauftragten Architekturbüro. Die Bauleistung im Südtrakt wurde jedoch seitens der Stadtverwaltung abgenommen. Der fertig sanierte Gebäudeteil ist seit vergangenem Jahr in Betrieb. Neu im Boot ist seit einem halben Jahr das Architekturbüro Raumplan (Hannover) mit Ansgar Wiegmann; seitens der Stadtverwaltung hat Hanno Hahn die Projektleitung übernommen.
Untergebracht sind im Mittelteil Büroräume der städtischen Abteilung „Kinder und Jugend“ sowie der „Verein zur Förderung von Jugend und Kultur“, Trägerverein des Cafés Monopol und des Projekts Bärenhunger – schon seit Anfang 2015 ausquartiert. Die Bauverzögerung um ein Jahr hat für Ärger gesorgt.
Carsten Busch, Abteilungsleiter Hochbau in der Stadtverwaltung, erklärt zur Nutzerbefragung: „Funktion und Anspruch sind vielfältig. Entsprechend anspruchsvoll ist die Ausführung.“ Fertiggestellt sein soll bis Ende des Jahres die Mitteltrakt-Sanierung mit 520 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Geschossen jeweils mit Sanitärbereich. Der Keller kommt noch hinzu, wird abgedichtet. Die Fenster in den Geschossen werden teilweise erneuert, größere Gauben als bisher werden aus der Dachfläche ragen. Die gute Botschaft: Anders als in ersten Plänen vorgestellt soll die Belüftung im Café Monopol nicht für 20, sondern für rund einhundert Besucher reichen. Geltende energetische und brandschutztechnische Vorgaben werden erfüllt. Die Kosten für die Sanierung des Mitteltraktes sind mit 1,4 Millionen Euro kalkuliert, für den Abriss und Neubau des Nordtraktes ist eine Million Euro notiert.