Sanierung von Grund auf

Sie freuen sich über die Sanierung ihres Domizils (von links): 2. Vorsitzender Hans-Gerd Klenke, Hauswart Willi Fricke und Jugendwart Achim Vogel. Foto: K. Raap

Schützengesellschaft modernisiert ihr Domizil an der Grenzheide

Langenhagen (kr). Zum 50. Jubiläum hatte sich die 1908 gegründete Schützengesellschaft Langenhagen im Jahr 1958 mit der Einweihung ihres Domizils an der Grenzheide selbst ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Der Langenhagener Architekt Heinz-Adolf Kleinschmidt plante und realisierte damals mit viel Liebe zum Detail einen Gebäudekomplex, der praxisgerecht einen Schießstand mit einem Klubhaus verband. Dieses Gebäude erlebte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder die üblichen Renovierungen. Doch jetzt, fast 55 Jahre nach der Einweihung, steht dem Verein eine ganz besondere Aufgabe ins Haus. Und die heißt energetische Sanierung. Das beinhaltet die grundlegende Modernisierung des Gebäudes zur Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung. Maßnahmen, die dazu dienen, sind dabei unter anderem die Außenwand- und Dachdämmung sowie die Fenster- und Heizungssanierung. "Nur unter Einhaltung aller damit verbundenen gesetzlichen Vorgaben", so betonte 2. Vorsitzender Hans-Gerd Klenke, der die Umbaumaßnahmen mit Unterstützung von Achim Vogel koordiniert, in einem Gespräch mit dem Langenhagener ECHO, "können wir mit Zuschüssen von Region und Stadt und anderen Institutionen rechnen." So schaltete die Schützengesellschaft in einem ersten Schritt die U.plus Agentur für Umweltkommunikation des Umweltzentrums Hannover ein. "Diese Agentur", so Klenke, "analysierte zunächst mit umfangreichen Untersuchungen den Istzustand der gegenwärtigen Situation des Engergieverbrauchs." Die Agentur begleitet den Verein bei allen weiteren Schritten und berät unter anderem auch bei der Beantragung von Fördermitteln. Für die Umsetzung der erforderlichen Arbeiten auf den Gebieten Fenstererneuerung, Heizung- und Sanitär sowie Dacherneuerung hat der Verein inzwischen die Langenhagener Firmen Gosewisch, Schomburg und Piehl beauftragt. Installiert wurden bereits ein moderner Brennwertkessel sowie 18 Heizungsthermostate. "Der größte Brocken bei unseren Erneuerungsarbeiten", so betonte Heinz-Gerd Klenke, "ist sicherlich die Dachsanierung." Komplett erneuert wird auch die überalterte Einfachverglasung der großen Fensterfront. Im Frühjahr des nächsten Jahres sollen sämtliche Energiemaßnahmen abgeschlossen sein. Dann wird es auch eine offizielle Inbetriebnahme des energetisch grunderneuerten Gebäudekomplexes geben.
Bei dieser erfreulichen Gelegenheit könnte die Schützengesellschaft auch einen nicht ganz unbedeutenden Geburtstag feiern. Denn 2013 kann der älteste Langenhagener Kernstadt-Schützenverein auf ein 105-jähriges Bestehen zurückblicken. Dass die Grenzheider Schützen schon immer für pfiffige Ideen standen, bewiesen sie im Jahr 1950. Um das damals immer noch gültige Besatzungsstatut der Allierten zu umgehen, das das Schützenwesen noch nicht erlaubte, gründete die Schützengesellschaft am 21. Januar auf einer Generalversammlung den "Gesellschaftsclub Langenhagen", geleitet vom 1. Vorsitzenden Adolf Volmer und seinem Vize Wilhelm Haase. Das Vereinsheim der Gesellschaft steht heute auf einem 18.000 Meter großen Grundstück. Der Schießsport wird auf fünf Luftgewehr-Bahnen sowie an vier 50-Meter- und drei 100-Meter-Kleinkaliberständen betrieben.