Schlechter Stil oder viel Lärm um nichts?

CDU mokiert sich über Vorgehen der Mehrheit in Sachen Rathausanbau

Langenhagen (ok). Sauer aufgestoßen ist bei der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen das Vorgehen von SPD und Grünen in Sachen Rathausanbau. So soll die Mehrheitskoalition vorgeprescht sein und schon Ideen verkündet haben, die eigentlich noch final interfraktionell für einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen und Gruppen im Rat abgestimmt werden sollen. Für Bernhard Döhner und seinen Stellvertreter Reinhard Grabowsky schlechter Stil und Wahlkampfgeklappere. „Wir lassen uns nicht instrumentalisieren“, so Bernhard Döhner gegenüber dem Langenhagener ECHO. Er halte das Vorgehen, sich nicht an den Zeitplan zu halten, gelinde gesagt für äußerst undiplomatisch. Die Mehrheitskoalition demonstriere damit ein falsches Machtverständnis. Weitere Gespräche zu dem Thema hat die CDU am Mittwoch platzen lassen, vielleicht gibt es jetzt einen eigenen Antrag. Für Marc Köhler ist die Reaktion Döhners völlig unverständlich und viel Lärm um nichts. Er habe klar kommuniziert, dass der rot-grüne Haushaltsbeschluss eine Deckelung für Rathausanbau und Sanierung über 20 Millionen Euro – 13 Millionen Euro für einen Anbau und sieben Millionen Euro für eine Sanierung – enthalten müsse. So wichtig interfraktionelle Gespräche zum Rathausneubau auch seien, so wenig fänden sie im luftleeren Raum statt. Der Haushalt soll im Dezember verabschiedet werden, und deshalb müsse es auch zwingend eine Aussage zum Rathausanbau im Antrag geben. Die Hauptaussagen des Haushaltsantrags würden natürlich selbstverständlich auch der Presse erläutert. Werner Knabe (BBL) trägt den Vorschlag von Rot-Grün mit. Er geht davon aus, dass es einen gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und BBL in Sachen Rathausanbau geben wird.