Schnäppchen in familiärer Atmosphäre entdecken

Die fleißigen Helferinnen der DRK-Kleiderstube in Engelbostel sind stolz auf das, was sie in den vergangenen fünf Jahren erreicht haben.Foto: C. Wurm

Fünf Jahre DRK-Kleiderstube mit großem Kuchenbüfett

Engelbostel (cow). Ganz ungezwungen konnte jetzt die Kleiderstube des Ortsverbands Engelbostel am Tag der offenen Tür anlässlich des 5-jährigen Bestehens besucht werden. Nach zwei Umzügen innerhalb des Dorfes mietet der DRK Ortsverband seit 2012 die Räume des ehemaligen NP-Marktes in der Wilhelm-Hirte-Straße 29 und bietet auf 230 Quadratmetern ein breites Sortiment für jeden Bedarf an. Angefangen hatte alles mit der Idee von Cornelia Mattutat, Vorsitzende des Ortsvereins Engelbostel, die Kinderklamotten ihres jüngsten Sohnes in den damaligen Räumlichkeiten an der Kreuzwippe 1 zu verkaufen. Mit Erfolg, denn die Nachfrage war groß, erinnert sich Mattutat. Das Konzept ging auf. Die Kleiderstube konnte sich mit dem letzten Umzug aus dem Laden an der Hannoverschen Straße um das dreifache vergrößern. Die rund 20 Helfer und Helferinnen haben jetzt neben dem Verkaufsraum einen Sortierraum, indem auch die Ware angenommen wird, ein Lager zur Aufbewahrung sowie eine kleine Küchenzeile. Insgesamt kann so die gespendete Kleidung viel besser organisiert und auf die Saison abgestimmt präsentiert werden.
Nicht nur Engelbosteler besuchten den Tag der offenen Tür, auch aus den umliegenden Ortschaften Langenhagens konnte viel Zulauf verzeichnet werden. „Zu unserem Tag der offenen Tür hat jeder die Gelegenheit bei der Kleiderstube vorbeizuschauen und die Vorzüge kennenzulernen. Dieses Angebot nutzen viele“, erzählt Mattutat. Über zu wenig Andrang kann sich die fünffache Mutter auch sonst nicht beschweren. „Der Laden ist gut besucht. Einige beobachten sogar schon, was wir an neuer Ware erhalten, um dann gleich zugreifen zu können“, weiß Mattutat. Generell sind alle Kleiderspenden willkommen, insbesondere mangele es jedoch an Kleinkindersachen in den Größen 110 bis 134, die seien besonders begehrt und daher schnell vergriffen. Für einen Obolus von einem Euro gibt es Kinderkleidung, einen Pullover gibt es für zwei Euro, bei neuwertiger Ware wird der Preis angepasst. Das Publikum in der Kleiderstube ist gut gemischt: „Es gucken auch viele Leute vorbei, die es eigentlich nicht unbedingt bräuchten“, so Mattutat. Neben bedürftigen und sozial schwachen Bürgern und Bürgerinnen werde das Angebot für Groß und Klein von jedermann gerne angenommen, um günstig Kleidung, Accessoires, Schuhe oder Spielzeug zu kaufen.
„Bei uns stimmt die Atmosphäre. Es ist gemütlich und wir sind alle wie eine große Familie untereinander“, fügte die 58-Jährige hinzu. Diesen Eindruck bekam man bei der Jubiläumsfeier, denn eine Vielzahl der Ortansässigen besuchten die Einrichtung, um Bekannte aus dem Ort zu treffen, ein bisschen durch den Laden zu stöbern und sich nett in geselliger Runde zu unterhalten. Marietta Finke, deren Eltern gegenüber von der Kleiderstube wohnen, schaut ab und an vorbei. „Ich gebe selbst Klamotten hier ab und habe schon das ein oder andere Schnäppchen gemacht. Man muss eben zum richtigen Zeitpunkt da sein“, weiß Finke. Ihren Einkauf konnten die Besucher gleich mit einem Stück selbstgebackenen Kuchen und einer Tasse Kaffee verbinden. Fast 20 Torten und Kuchen wurden von den fleißigen Helferinnen zum feierlichen Anlass gebacken. Mehr als 150 Euro kamen an diesem Nachmittag für den guten Zweck zusammen. Das sei ein ordentlicher Tagessatz. Wohin das Geld gehe, wisse die Vorsitzende noch nicht, es gibt verschiedene Institutionen zur Auswahl, eine Entscheidung wird noch gemeinsam besprochen.