Schornsteinbrand am Libellenweg

Die Feuerwehrmänner setzten spezielles Kehrgerät zur Bekämpfung des Schornsteinbrandes ein. (Foto: S. Bommert)

Feuerwehr verhindert heftige Schäden

Langenhagen. Die Ortsfeuerwehr wurde am Sonntagabend zu einem Schornsteinbrand am Libellenweg alarmiert. Anwohner hatten zuvor eine stärkere Rauchentwicklung und Feuerschein aus dem Schornstein bemerkt und den Notruf gewählt. Unmittelbar nach Eintreffen wurde ein Atemschutztrupp tätig, um vom Korb der Drehleiter aus den Schornstein auszukehren. Für das Auskehren der Innenwände des Schornsteines wurde ein spezielles Kehrgerät eingesetzt. Ein weiterer Trupp überwachte während der Maßnahmen den Kamin im Wohnzimmer der Doppelhaushälfte. Die freigekehrten Ablagerungen wurden über die Revisionsöffnung im Keller mit einer Schuttmulde aufgefangen und nach draußen verbracht.
Nach Abschluss des Kehrens wurde die Einsatzstelle dem Bezirksschornsteinfeger übergeben. Verletzt wurde niemand. Schaden am Gebäude konnte ebenfalls verhindert werden.
Bei dem Bekämpfen des Brandes wurden keine Löschmittel eingesetzt. Dieses Vorgehen lässt sich auf das Charakteristikum von Schornsteinbränden zurückführen, wonach die brennenden oder glimmenden Ablagerungen im Inneren des Schornsteines eine enorme Hitze entwickeln, die schwer abgeführt werden können. Würde auf die heißen Oberflächen Wasser gegossen werden, so entstünde innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde Wasserdampf (ein Liter Wasser ergeben circa 1.700 Liter Wasserdampf). Der schlagartig entstehende Wasserdampf kann durch die beengten Gegebenheiten in einem Schornstein nur sehr schwer entweichen. In der Folge würde es zu einem Bersten des Schornsteines kommen, so der Bericht des Feuerwehr-Pressesprechers Stephan Bommert.
Die Ortsfeuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften unter der Einsatzleitung von Lars Sill im Einsatz.
Parallel wurden Einsatzkräfte von der Einsatzstelle abgezogen und zu einer Türöffnung in die Rathenaustraße gerufen.