Schüler sprinten auf der Straße

Nach einem Sprint stoppten die Schüler an der ADAC-Station so kräftig, dass sie ihre Schuhsohlen riskierten. (Foto: G. Gosewisch)

Projekt Verkehrstage am Gymnasium

Langenhagen (gg). Für alle Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs des Gymnasiums wurde nun das Projekt Verkehrstage durchgeführt – an mehreren Stationen gab es Mitmach-Aktionen, um die Aufmerksamkeit und die Sicherheit im Straßenverkehr zu fördern. Eine Station war beispielsweise die der ADAC-Verkehrssicherheit. Moderator Karl-Heinz Pinkpank stellte eine einfache Gleichung auf: „Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalte-Weg“. Seine klare Botschaft ließ er die Schüler selber erlaufen. So lud er zum kurzen Sprint ein. In zwei Durchläufen stoppten die Schüler einmal auf Sichtzeichen (gelbe Fahne) und einmal auf Linienerkennung. Die Steh-Punkte wurden mit Kreide markiert und lagen mehrere Meter voneinander entfernt. „Ihr lauft ungefähr mit Tempo 15 und verbraucht eine Sekunde Reaktionszeit beim Erkennen der gelben Fahne. Das macht rund vier Meter Reaktionsweg. Wenn dort ein Auto stehen würde, gäbe es einen schlimmen Unfall“, erklärte er. Wie lang entsprechend der Anhalte-Weg eines Autos ist, sollten die Schüler schätzen und waren sehr erstaunt, dass der bei Tempo 30 bei neun Metern liegt.
„Während die fünften Klassen das ADAC-Training machten, absolvieren die sechsten Klassen nach umfangreichem Training unter Anleitung der Polizei die Fahrradprüfung auf einem Radparcours. Ihr neu erworbenes Wissen und die Fertigkeiten im Umgang mit dem Drahtesel können die Jungen und Mädchen bei einer Rallye durch Langenhagen unter Beweis stellen. Alle Fahrräder wurden auf die Verkehrssicherheit hin überprüft. Ein Quiz zum Thema Rad und Filme über Verkehrssicherheit und richtiges Verhalten im Straßenverkehr werden für beide Jahrgänge in den Räumen der Schule in der Hindenburgstraße angeboten“, erklärt Lehrerin Edda Skowronek zum umfangreichen Programm.
Besonders neugierig waren die Schüler auf das Feuerwehr-Gerätehaus an der Konrad-Adenauer-Straße. Dort bekamen sie von den Feuerwehr-Mitgliedern Anleitung, wie die Sicherung an einem Unfallort erfolgen muss. Die Polizei klärte die Schüler zum Phänomen „Toter Winkel“ auf.
Das Thema „Maßnahmen zur Rettung Ertrinkender“ wurden in Zusammenarbeit mit den Johannitern und der DLRG bearbeitet und das Thema „Blinde und Blindenhund im Straßenverkehr“ war ein weiterer Programmpunkt für die sechsten Klassen.